MSB brainstorming

28 March 2009

Die Manege der Raubtier-Ökonomie






Weil die Fahne der Freiheit, wie wir alle wissen, im Wirtschaftsleben gehisst wurde, war sie dem kulturellen Leben, länger denn mehr abhanden gekommen. Im Gleichschritt wurden auch die grossen Kulturinstitute in die Regale der Supermärkte eingereiht.

Vor diesem Hintergrund sind die produzierenden Betriebe und Dienstleistungsunternehmen der Industrien, Wissenschaften und Künste, sowohl was Arbeitsbedingungen, als auch was Produktionsprozesse anbelangt, über Gewinnmaximierung und Rentabilität definiert, durch Finanzstrukturen disziplinierbar geworden. Selbst im politischen Verlauf der Demokratien, sind heute Lobbyisten, zur Gewährleistung der liberalen Wachstumsmärkte, wählbar geworden.

Die Gleichheit sowohl des Rechtslebens, als auch die Freiheit des kulturellen Lebens, sind zu Gunsten einer freigleichen Weltordnung des Wettbewerbs, aufgesogen. In den Disziplinen dieser weltweit organisierten Olympiade, kämpfen sowohl angestellte, wie auch selbständige "Leistungsträger", nun nach Spielregeln der neoliberalen Marktwirtschaft, in der alle freiwillig Gas geben müssen, weil Niemand auf hinteren Rängen ausscheiden möchte. Der neueste Slogan lautet bereits: " Wer nichts verdient, hat auch nichts geleistet"!... also ran an den Pfeffer !

Kein Wunder, dass wir heute in einem erwärmten, bald schon überhitzten Klima des Konkurrenzkampfes, das längst in ein Gegeneinander der Feindseligkeiten gemündet ist, leben. Schon die Jüngsten werden darum von klein auf, in ordentliche Kampfstrategien und Raubtiertheorien eingespielt. Wer mehr Biss hat und schneller zupacken kann, darf an der Beute mit fressen, die Anderen dürfen zuschauen... Die optimal unterrichteten Nachwuchs-Player, die in allen Belangen zu streitbaren
Bürgerinnen und Bürgern heranwachsen, bringen als vollwertige Mitglieder unserer Gefühlsdemokratie und öffentlichen Meinung, ihre ganz individuellen Krallen mit auf den Plan.
Wir leben heute in gefährlichen Zeiten ! Wir sind telepräsent von dem überall lauernden Terror informiert, der aus der Achse des Bösen auf uns zurollt....die virtuellen Endlosschlaufen müssen uns aktuell und allgegenwärtig vor Augen stehen, damit wir gut vorbereitet, für kommende Szenarien gewappnet sind. Nun ist jeder Einzelne gefordert, die Erkenntnisse des Sozialdarwinismus, die da heissen: "Friss...oder du wirst gefressen !", in die Tat umsetzen. Nur gut, dass unsere Wehrmänner, die Knarre noch im Kasten haben !

Wen wundert's da noch, dass neben Amokläufern auch allenorts Kandidaten mit Strebersyndromen und Konkurrenzneurosen des Stärkerseins, Schnellerseins, Schönerseins, Gescheiterseins, Höhergestelltseins, herumgehen. Am Ende der Mode-Laufstege winkt ein Siegerpokal, das Anerkennungs-Diplom und natürlich auch der Arbeit,-und Geldgeber als Raubtierdompteur, der dich mit Zuckerbrot (Erfolg+Geld) und Peitsche (Konkurrenzfähigkeit) abtransportiert.
Durch Schulbildung werden uns die darwinistischen Zerrbilder der Evolution, des biologischen Kampfs ums Dasein beigebracht, damit wir lernen, die in uns steckende Raubtiernatur zu trainieren. Denn es ist der zum "Homo carnivora" mutierende Zielmensch, der den Ausbau der weltweit etablierten Raubtier-Ökonomie letztlich legitimiert.
Es gibt aber in der realen Natur den Kampf gegen die eigene Art so gar nicht. Tiger und Wölfe, fressen sich unter ihren eigenen Artgenossen doch nicht gegenseitig auf. Von den Hasen aber weiss man, dass sie sich in Ablenkungsmanövern für ihre verfolgten Artgenossen sogar opfern.

Was steht der Praxis echter, zwischenmenschlicher Werte, wie Verbundenheit, Empathie, Solidarität. Kooperation, Vertrauen, Hilfsbereitschaft, Liebe usw. bei der Einbringung ins Wirtschaftsleben, eigentlich entgegen ? Sind es die ökonomischen Pflichten und Sachzwänge der Leistungsgesellschaft, welche die Gebote der Gewinnmaximierung und des Konkurrenzkampfes, als Götzenanbetung des Kapitalismus, anbetend halten müssen ? Eine kooperative Solidaritätsökonomie, die auf echten Werten menschlicher Freundschaft und ökologischer Gemeinschaft gründet, wäre doch eine realisierbare Utopie, die vielleicht sogar zu einem Wohlstand für Alle führen könnte ?

Ganz wie eine Weltreligion wird die Globalisierung, von den Leadern des ökonomischen Wachstums, weltweit allen Völkern aufsuggeriert. Heisst es doch in immer neuen Varianten wieder, dass Gewinnmaximierung und Wettbewerb zu einem Wohlstand für Alle führe. Die Zeiten in denen man den Kapitalismus und seinen Götzendienst an eine Heilserwartung knüpfen konnte, sind jetzt endgültig vorbei.
Was geschieht aber, wenn wir die Gebote der Alphatiere und Dompteure der Raubtierökonomie dennoch weiter befolgen ? Wir werden uns als Bären, Wölfe und Tiger, im geldwuchernden Dschungel des Wachstumsmarktes tatsächlich gegenseitig zerfleischen. Ganz zur Freude einer elitären Minderheit, die sich im Glauben frönte, am Schluss dann ins Nirvana des Kapitalismus eingehen zu können, wohl aber doch nur zur Hölle fahren kann.

Kann ich zum Schluss, wie schon vor 30 Jahren einmal, nur sagen: " Die Kunst ist nicht für die Katze, vielleicht für den Hasen !"

26 March 2009

Brian Sherwin: Steve Litsios Interviewed on myartspace




Born in 1959 near Boston, raised in Washington DC, Steve Litsios moved to Switzerland with his family in 1967. He studied art for a couple of years at Geneva's ecole d'arts appliqués before attending the San Francisco Art Institute in the late 70's, then moved back to Switzerland where he has been active internationally as an artist since 1983. He lives in the city of La Chaux-de-Fonds and can be found playing the washboard with The Crawfish Blues Band.

Brian Sherwin: Steve, Mark Staff Brandl introduced me to your work. I understand that you have exhibited with Mark in the past. Have the two of you ever thought about collaborating? Have you? Is that something that you would consider?

Steve Litsios: We collaborated two years ago. I was in a group show at the Musée d'Art et d'Histoire in Neuchâtel in which each artist was asked to invite someone of their choice, and since I was interested in working with Mark I asked him if he wanted to participate.

For that show we ... Read the rest here.

21 March 2009

Rien ne va plus



Der amerikanische Versicherungskonzern AIG bezahlt seinen Managern Bonis von einer Million und mehr, während dem Konzern Milliarden an Staatshilfen eingeschossen wurden. Wie in verschiedenen Analysen (u.a. Die Zeit) zu lesen war, ist AIG einer der nächsten Strauchelkandidaten der Finanzkrise - ein Konzern, dessen Struktur aufgebaut ist auf ungewisse Geschäftsresultate, Gewinnspeuklationen, die an russisches Roulette erinnern und gleichzeitig ein Gebilde von einer Grösse, dessen Fall das internationale Finanzsystem noch tiefer in die Krise reissen wird. Gestolpert ist das Imperium längst und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der grosse Zusammenbruch kommt. Und gleichzeitig wird bei AIG das passieren, was bei Lehmann Brothers zum Zusammenbruch von grossen Illusionen geführt hat: der Kandidat ist nicht mehr zu retten, auch wenn es noch alle bis zuletzt versuchen werden.
Wer die internationalen Verflechtungen des Konzerns kennt, kann sich nur fürchten, vor dem was uns bevorstehen wird. Es wird alle treffen, Gemeinden und Städte, Finanzinstitute, Länder - zu vielfältig sind die Verstrickungen eines únbeweglichen Megakonzerns der nur auf eines ausgerichtet war: die Gewinnmaximierung für seine Anleger.

Und gleichzeitig stellt sich mit den spriessenden Problemen die Frage: Wie gehen wir um mit den Konfrontationen eines Finanzsystems, das sich selbstherrlich inszenierte? Die Morddrohungen an die Manager und ihre Familien, die Frage nach der Offenlegung ihrer privaten Daten sind mit Sicherheit nicht das adäquate Mittel, dis Auszahlung von Bonis für schlechte Arbeit allerdings auch nicht. Es regt sich Widerstand bei denen, die als kleine unbedeutende Mitglieder den Staat repräsentieren und die Auswirkungen der Finanzkrise bereits spüren, Arbeitsplätze verloren haben und auf ihre gewohnten Annehmlichkeiten verzichten müssen, weil das System in sich nicht mehr funktioniert.

Was wir zur Zeit erleben ist nur der Beginn, die Spitze des Eisbergs und es fordert, dass wir radikal und schnell beginnen umzudenken, unsere Lebensweisen anpassen und neue Formen des Zusammenlebens, des wirtschaftlichen Lebens und einer Kultur der Gemeinschaft von uns Menschen entwickeln. Bürgerkriege stehen mit den Drohungen gegen die Profiteure der Finanzblase bereits vor der Türe und diese werden noch massiver werden, wenn wir nicht agiler werden und bereit sind schnell auf die Entwicklungen zu reagieren.

Wo stehen wir Künstler? Sind wir wirklich das, was man uns immer zugedacht hat - die aussenstehenden Rezeptoren der gesellschaftlichen Enwicklung? Die Mahner und Kassandras der politischen Entwicklung? Die Fühler am Puls der Zeit, die sich mit unkonventionellen Strategien schon im Vorhinein mit den Möglichkeiten der Zukunft auseinandergesetzt haben und Lösungen bieten? Innovative Konzepte denken, als Mahner agieren und darauf hinweisen, dass das, was kommen muss, auch kommt, wenn nicht anders reagiert wird?

Die Tagesordnung bestimmt den Jahresablauf: bald ist wieder Juni, bald wieder Art in Basel und wir können entweder bestaunen, dass noch immer Kunst gekauft wird oder eben nicht. Helfen wird es uns nicht. Helfen wird uns auch nicht, wenn wir auf Kuratoren und Museumsleute eindreschen und sie in eine Reihe mit den Verantwortlichen für die Finanzkrise stellen.
Helfen wird es auch nicht, wenn Winnenden und der Fall Fritzl mit Medieninteresse bombardiert werden, denn auch hier kann die Kultur nur als Trittbrettfahrer für Geschehenes fungieren, kann Theaterstücke oder Kunstwerke zu den Skandalen produzieren und den Geschehnissen mühsam hinterherhinken. Die Produktion von Metareflexionen unserer gesellschaftlichen Entwicklungen wirken dann nur noch als das, was sie sind: Kommentare und Beobachtungen, die spitzer und klarer über unser Mediensystem bereits funktioniert haben, bevor die Künstler sich den Themen annehmen.

Seit den 90er Jahren gibt es Trends zur Reflektion gesellschaftlicher Ereignisse, viele davon ergehen sich in der Kontemplation und Dokumentation von Vorhandenem, in endlosem Videomaterial über die sozialen Bedingungen polnischer Eisenbahnarbeiter, afrikanischer Frauen im Kampf gegen AIDS und anderem. Die Reflektion reagiert nur noch, sie agiert nicht mehr und es scheint fast, als seien die Ausstellungen und Grossevents zu reinen Metakommentaren verkommen. Kunstmarktkompatible Entwicklungen haben dazu beigetragen, Kunst weiter zu banalisieren und die Künstler darauf zu reduzieren als Beobachter kleine Kommentare abzugeben. Die Wenigen, die sich auf direkte Konfrontation einliessen und sich direkt mit Zukunftszenarios einliessen, wurden entweder nicht wahrgenommen oder grosszügig aussen vor gelassen. Wer braucht schon eine Kunst, die unangenehme Statements hervorbringt, die sich nicht verkaufen lassen?

Sehen wir der Krise doch einmal direkt ins Auge: Es wird uns treffen, schneller als es uns lieb ist. In der Schweiz vielleicht ein wenig später und ein wenig weniger hart als im Rest der Welt. Treffen wird es uns trotzdem. Und bei allem bleibt vor allem eines offen: Werden wir auch Antworten haben auf die offenen Fragen? Werden wir nur reagieren können?
Als ich 1990 an einer Grossausstellung im Martin Gropius Bau in Berlin (mit einer Gruppe von Studenten) war, die auch die deutsche Geschichte reflektieren sollte, wurde vor allem eines diskutiert: Warum gibt es keine künstlerischen Statements zum Mauerfall und den politischen Entwicklungen des letzten Jahres? Warum nur Metareflexionen, die sich im Bereich der l'art pour l'art verorten lassen? Es gab damals keine Antworten auf diese Frage und wird es heute noch weniger geben, denn die akademischen Ausrichtungen haben uns auf alles, was auf uns zukommen wird, nicht vorbereitet.

Kunst ist nicht mehr gesellschaftlich relevant. Vielleicht war sie es nie. Aber, wir können beginnen dazu beizutragen, dass sie es wieder wird. Nur müssen wir dann loslassen können, neue Ideen, neue Formate entwickeln und auch bereit dazu sein, sie anzuerkennen.
Verloren haben wir bereits.

Wenn wir Glück haben, beginnt ein neues Spiel.

08 March 2009

Elias Wundersam: Wie man Kunst zu Tode kuratiert…



Wir verdanken es der gegenwärtigen Struktur des Kulturbetriebssystems, dass die „freien Künste“ in knapp 30 Jahren zu Dienstleistungen der freien Marktwirtschaft einerseits und zu verwaltbaren Kuratorien der Qualitätskontrolle anderseits, umsegmentiert wurden.

Unter der Künstlerschaft trauten sich zuerst Einige, später nur noch Wenige hinter die Barrieren des offiziellen Kurses. Inoffizielle und autonome Destinationen künstle-rischer Unabhängigkeit waren riskant, denn Geschäftsleute, Experten und Verwalter sicherten mit Zulassungskriterien den gewünschten Verlauf des Kunstbetriebs, indem sie durch Anerkennung und Disqualifikation den „Gang der Dinge“ kontrollierbar machten. Ausserdem schürte ein elitärer, neuinszenierter Wind in Medienhäusern und Kulturinstituten, unter den Kunstschaffenden die Hoffnung auf internationalen Erfolg.

Mit der Erhöhung der Erfolgschancen und der Möglichkeit die Nutzung von Beziehungskanälen als Fahrgelegenheit und Vermittlungsschiene, auch mit Anschluss zu elektronischen Verbindungsnetzen, für sich mobil zu machen erhielt das Künstler-image kalkulierbare Dimensionen. Dies äusserte sich bald auch in der Bereitschaft, ein professionelles Profil durch Anpassung zu entwickeln...
Die Anwärterscharen liessen sich bei der Durchschleusung im Marketing-Karriere-Fleischwolf gern freiwillig selbst verwursten. Das Kulturkarussel glitzernder Super-Stars und Glamourzugpferde begann sich auf globalem Schauplatz, im Wirbel des Medienrummels zu drehen.



So war es absehbar, dass durch die permanenten Weichenstellungen der Betriebs-Funktionäre, häufig Laufbahn-Kollisionen verursacht wurden, wodurch andererseits „unerwünschte“ Beteiligte ausschieden bzw. regelrecht aus der Bahn geschleudert wurden. Entschlossen arbeitete man im Kreis der Verantwortlichen und Fachleute,
für die Aufgleisung von innovativen Sonderschnellzügen, aber auch von nostalgischen Vetterli-Brötlibahnen, wodurch man das Dienstleistungsangebot, sowohl für die spezialisierten Bedürfnisse der Fachkreise, als auch für den eher traditionellen Geschmack eines breiten Publikums, gewährleisten konnte.
Es wurden Reiseangebote zu anerkannten Kultur-Highlights und internationalen Ausstellungs-Metropolen lanciert. Auch sollten fortan Profilierungs-Wettbewerbe nurmehr intern ausgeschrieben werden, zur Förderung nur des „Allerbesten“ eingerichtet werden. Dass sich die Künste so, auf hohem Niveau stabilisiert, in definierten Bahnen fortbewegten, hierdurch in gebräuchlicher, GANGbarer Art und Richtung entwickeln mussten, war absehbar...

Der Gang der Dinge nahm also den gewünschten Lauf...

Wenn man diesen Vorgang allerdings genauer unter die Lupe nimmt, wird einem beim Wort GANG auch einmal die englische Wortbedeutung in den Sinn kommen.
Hier heisst GANG soviel wie „Verbrecherbande“ und im Wort Gängelung steckt Bekanntlich auch Bevormundung, Manipulation !




Tatsächlich knüpft sich in den subventionierten Kulturinstituten eine Art Bandage, ein Band der Bevormundung, ein Gängelband, das die Produktion und Konsumtion der Künste instrumentalisiert und sie dauerhaft und individuell in ihren medialisierten Rollenfunktionen einbindet. Dieser Zustand veranlasste vor Jahren schon Kunstschaffende zur Auswanderung ins „Liberalium Artium –EXIL“, wo die souveränen, uneingeschränkten Bedingungen der Produktivität fortbestehen.

Auf der anderen Seite begrüsst der „Concours officiel“ mit seinen attraktiven Ka-rierebedingungen weiterhin dienstleistungsmotivierte Teilnehmer, aus deren munterer Schar jährlich die besten Rennpferde ermittelt, auf die Rennbahn geschickt werden.

Versteht sich, dass das Establishment der Sammlerguilde und Financiers von jeher ein Interesse daran hatten, dass derVorstand und die Fachleute von Museumsgesellschaf-ten und Kunstvereinen in ihren Programmen eine tadellose Künstlerelite präsentieren. die über ein entsprechendes Potenzial verfügt, das zur Herstellung künftiger Wert,-und Prestige-Anlagen, als auch in Bezug auf repräsentative und staatliche Image-pflege entsprechend geeignet ist.

Womit klar gesagt wäre, was viele Künstlerinnen bis heute veranlasst ihren Schaffensprozess so zu disziplinieren, dass die Chance in den Kreis der Auserwählten aufgenommen zu werden, zumindest in Takt bleibt. Man hält sich eben an die Spielregeln, die da etwa lauten : „shut up and work !“ oder gar: „Krieche und schleime“.
Die alten Erziehungsmassnahmen. „Bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt“, werden im neuzeitlichen Ton durch Teilnahme-Bedingungen ersetzt.

Bestaunen wir also weiterhin ein Kulturkarussel, das zum Manipulationslabor von Kapital und Kuratorium umfunktioniert , lustig vor sich hin trällert...? Der Reigen der Anerkannten dreht sich bunt austaffiert als besitzbare Rösslein vor aller Augen. Es lädt ein zum Einstieg und zur Verköstigungsfahrt des infantilen Genusses der Orbitalen Umdrehungen und Verdrehungen der Kunst. Für den garantierten Erfolg dürfen ihre Erzeuger bestenfalls noch gute Pausennarren und Jongleure von Beliebigkeiten sein, die sie umgesetzt in Marotten, Fetische und Leckerbissen von Medien und Managern vermarkten lassen dürfen...

Die Begeisterung des Publikums für ökonomische Boni-Träger und Status-Symbole nimmt jedoch ab, es ist desshalb fraglich ob der Run auf kulturelle Hochburgen der kapitalistischen Ideologie,tatsächlich noch lange Bestand haben wird. Wir dürfen also gespannt sein, auf das was die offiziell„schweigenden Lämmer“ der letzten 30 Jahre Kunst,-und Kulturentwicklung, bei einer Wende und beim Drehen des Windes, doch noch von sich geben werden, verständlicherweise erst dann wenn plötzlich neue Werte und eine andere Richtung der Entwicklung, Gültigkeit haben werden.

Holland Cotter: The Boom Is Over. Long Live the Art!


In the New York Times.
"Anyone with memories of recessions in the early 1970s and late '80s knows that we've been here before, though not exactly here."

"I'm not talking about creating '60s-style utopias; all those notions are dead and gone and weren't so great to begin with. I'm talking about carving out a place in the larger culture where a condition of abnormality can be sustained, where imagining the unknown and the unknowable -- impossible to buy or sell -- is the primary enterprise. Crazy! says anyone with an ounce of business sense.
Right. Exactly. Crazy. "

"Every year art schools across the country spit out thousands of groomed-for-success graduates, whose job it is to supply galleries and auction houses with desirable retail. They are backed up by cadres of public relations specialists — otherwise known as critics, curators, editors, publishers and career theorists."

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The Article:

LAST year Artforum magazine, one of the country's leading contemporary art monthlies, felt as fat as a phone book, with issues running to 500 pages, most of them gallery advertisements. The current issue has just over 200 pages. Many ads have disappeared.

The contemporary art market, with its abiding reputation for foggy deals and puffy values, is a vulnerable organism, traditionally hit early and hard by economic malaise. That's what's happening now. Sales are vaporizing. Careers are leaking air. Chelsea rents are due. The boom that was is no more.

Anyone with memories of recessions in the early 1970s and late '80s knows that we've been here before, though not exactly here. There are reasons to think that the present crisis is of a different magnitude: broader and deeper, a global black hole. Yet the same memories will lend a hopeful spin to that thought: as has been true before, a financial scouring can only be good for American art, which during the present decade has become a diminished thing.

The diminishment has not, God knows, been quantitative. Never has there been so much product. Never has the American art world functioned so efficiently as a full-service marketing industry on the corporate model.

Every year art schools across the country spit out thousands of groomed-for-success graduates, whose job it is to supply galleries and auction houses with desirable retail.

Read the complete article here.

01 March 2009

Milliardenschwere Scheuklappen



Wieviel sind eine Milliarde? Egal ob Dollar, Euro oder Schweizer Franken - wer kann sich diese Summe wirklich vorstellen? Seitdem die Börsen massiv auf Tauchgang gehen und die Finanzkrise jeden einzelnen Tag überschattet, erscheinen uns alle Summen die unter diesem - für mich unvorstellbaren Betrag - liegen, Peanuts.
In den 90er Jahren, bei der grossen Pleite des Frankfurter Bauunternehmers Schneider, rief die Bemerkung des damaligen Deutsche Bank Chefs grosse Empörung hervor, als er die 20 Millionen D-Mark, die an Schulden gegenüber den Betrieben, die für Schneider gearbeitet hatten, angefallen waren und die für die kleinen Unternehmen lebenswichtig waren, als Peanuts bezeichnet hatte. Angesichts der Verluste der letzten Monate scheint diese Summe wirklich von bescheidenem Ausmass zu sein. Portokasse, sozusagen.
Schon damals fragte ich mich, ob die Banken überhaupt noch einschätzen können, was sie mit ihren Tätigkeiten eigentlich auslösen und wie weit den Wirtschaftsgrössen wirklich zu trauen ist, dass sie ihre Sache auch gut machen - sie haben ihre Sache sicher gut gemacht - für ihren persönlichen Vorteil; für die Allgemeinheit, wage ich dies ganz grundsätzlich zu bezweifeln.
Bereits in den 80er Jahren war doch eigentlich alles klar: Thatcherism, Reagonomics und 16 lange Jahre Kohl in Deutschland wirtschafteten vor sich hin und es wurden die Möglichkeiten für neoliberale Wirtschaftstendenzen geschaffen, die vor allem eines bedeuteten:
Arbeite für deinen eigenen Vorteil, die anderen werden dir jeden Erfolg missgönnen und über alle Misserfolge lachen.

Für die Kulturschaffenden aller Sparten bedeutete dies, dass immer wieder der Vorwurf kam, dass Kultur wirtschaftlich nicht rentiere und alleinig in der Entwicklung von Formaten, die sich auch über einen wirtschaftlichen Erfolg definieren konnten, die Zukunft gesehen werden konnte. Aber: Zukunft, welche Zukunft? Fukuyama, philosophischer Beisprecher und Betpriester der Neoliberalen Entwicklung, verkündete das Ende der Geschichte - und damit auch zugleich das Ende jeglicher Verantwortung gegenüber der Vergangenheit und der Zukunft. Das Ende der Geschichte würde für die Menschheit das Ende der Utopien bedeuten. Zugleich wurde in allen Medien diskutiert, wie schwierig der Umgang mit Wissen inzwischen geworden sei, mit all den Erkenntnissen der Wissenschaft, der neuen Religion unserer Tage.
Experten forschten und trugen immer mehr Erkenntnisse zusammen, die nur noch von Experten verstanden werden konnten. Vereinzelung allenthalben.
Das Ende der Sowjetunion, die Wiedervereinigung Deutschlands und die Auflösung des Ostblocks halfen mit, diese Thesen zu stützen und den Utopien des Kommunismus und Sozialismus, an denen sich viele Intellektuelle des Westens festgehalten hatten, endgültig den Todesstoss zu versetzen und den freien ungebremsten Kapitalismus auszurufen.
Gleichzeitig bot das wissenschaftliche Weltbild auch keine Zuflucht: Der Zufall als Schöpfer, sozialdarwinistische Thesen vom Recht des Stärkeren als Prinzip jeglichen Lebens und die Verzettelung der Forschung über Details des Lebens trugen nicht wirklich dazu bei, alternative Utopien entstehen zu lassen.
Was bleibt da übrig, als nur für sich zu sorgen, für den eigenen Vorteil zu arbeiten und auf die Anderen als Verlierer zu schauen, die es eben nicht geschafft haben, sich aus dem Sumpf herauszuarbeiten, auch wenn der Sumpf nur bedeutet, gleich unter Gleichen zu sein.
Kaufen, kaufen, kaufen macht aber auch nicht wirklich glücklich und so wirken die Arbeiten von Koons, Fleury, Hirst und Konsorten mit dem Blick aus der Krise bereits bedenklich oder zumindest schal und abgestanden, auf alle Fälle, wie aus einer anderen Zeit.

Neuere Forschungen zeigen, dass die These vom Überleben des Stärkeren nicht haltbar ist und dass auch wir Menschen glücklicher sind, wenn wir etwas für unseren sozialen Lebensraum erreichen können. Reiner Egoismus befriedigt nur kurzzeitig und wird dann sehr schnell einsam. Bei Dickens, Moliere und verschiedenen Vertretern aus Kunst und Literatur finden wir immer wieder Hinweise darauf, dass dem so sein könnte. Allein unser herrliches Weltbild der letzten Jahre hat uns diese Erkenntnis verstellt.
Menschen sind soziale Wesen, das sollte uns inzwischen aufgefallen sein. Menschen sind fehlbar - dies zeigt uns auch nicht zuletzt die Geschichte und wir hätten daraus lernen können.
Individualität wird grossgeschrieben in unserer Gesellschaft und es bedeutet auch sicherlich einen grossen Entwicklungsschritt, dass wir diese Tendenzen so weit entwickeln konnten.
Was die Finanzkrise zugleich auch zeigt, ist, dass Individualität auch falsch verstanden werden kann. Was in den letzten Jahren gepredigt und verwirklicht wurde, ist Egoismus - sicherlich eine Variante der Individualität.
Nur führt Egoismus nicht über die eigene Person selbst hinaus und wir handeln letztendlich rein solipsistisch. Die eingefahrenen Systemstrukturen helfen uns aber auch nicht aus diesem Dilemma heraus, sondern führen uns nur tiefer hinein.

Mit den beiden grossen Weltkriegen im 20 Jahrhundert kulminierten Entwicklungen, die dazu führten, dass autoritäre Systeme - Monarchien, Dikaturen und Tyranneien - zu Fall kamen. Es bedurfte zu vieler Opfer, deren visionäre Vorstellungen halfen, Veränderungen einzuführen und unser Leben anders zu gestalten. Sobald Schwierigkeiten auftauchen, vergessen wir nur zu schnell, dass wir Teil dieser allgemeinen Entwicklungen sind und besinnen uns auf St Florian und den kleinen Umkreis des Ich. Demokratie ist unsere favorisierte Regierungsform, nur glaube ich, dass wir noch nicht wirklich alle Bedingungen für ein Leben als Gemeinschaft begriffen haben. Zu schnell suchen wir nach Vorbildern, nach der einen grossen Hilfe, dem Führer oder den Führern, die uns zeigen, wohin der Weg geht und uns aus den grossen Dilemmas führen können - Berlusconi, Haider, Blocher oder wie sie heissen mögen, schwimmen auf dieser Welle mit.
Auf den Schultern Obamas lastet auch diese Verantwortung und er hat zugelassen, dass diese Projektionen stattfinden können.
Wirklich aus der Krise herausführen wird uns eine autoritäre Macht aber nicht, denn es gilt zu begreifen, dass jeder Einzelne es ist, jeder Mensch, der etwas dazu beitragen kann.
Wir sind alle Teil einer grossen Gemeinschaft und können nur gemeinsam etwas verändern.
Revolutionen, Veränderungen passieren von unten und können nur stattfinden, wenn alle mitmachen. Die Finanzwelt hat noch nicht gelernt damit umzugehen und sucht nur die Hilfe beim Staat. Der Statt gibt Hilfestellung und die Banken bezahlen ihren Mitarbeitern munter weiter Bonis und verstehen nicht, dass die Empörung in der Bevölkerung steigt, je mehr Geld vom Finanzmarkt verschwindet und je mehr die Staaten dazu beitragen müssen. Denn, der Staat sind wir alle und jeder Verlust geht zu unseren Lasten.

Denken wir doch einmal zurück an den letzten Sommer: der Ölpreis stieg, die Preise für Getreide, Reis und Lebensmittel schnellten in die Höhe, so dass in vielen Ländern die Bürger auf die Strasse gingen und protestierten. Die Spekulanten des Finanzsystems hatten bereits gemerkt, dass mit den üblichen Geschäften keine Gewinne mehr zu holen waren und sattelten um - noch bevor der Crash wirklich sichtbar wurde.
Wer glaubt darob noch, dass sich die Händler in diesem System plötzlich ihrer Menschlichkeit bewusst werden würden?
Nein, verändert hat sich in da nicht viel und die Geschäfte laufen weiter. So lange die Staaten zahlen, werden auch die Manager auf ihre Boni pochen - warum sollten sie ihre Verhaltensweisen ändern?
Nur wird dies auch dazu führen, dass ohne Halt das politische System unserer Demokratien darunter leiden wird. Bürgerkriege, zunehmender Extremismus oder terroristische Anschläge werden nur die kleinen Folgen sein.

Und wir Künstler? Der Kunstmarkt boomte in den letzten Jahren - nur boomte er nicht für alle Künstler - eher für die munteren, einfachen Vertreter der prophetischen Losungen neoliberaler Vorstellungen. Wie wunderbar einfach konnte man hübsche, bunte Kunst produzieren, die systemkompatibel war und damit auch noch zum Star aufsteigen. Aber Star sein, ist eine Sache, Star bleiben, eine andere. Ohne die Aufmerksamkeit der Vielen, oder der Masse, wie wir sie gerne bezeichnen, deren Geschmack durch die Medien mitgetragen wird, ist der Fall schnell und tief. Was eine Masse an Menschen bedeutet und was sie ausrichten kann, hat uns der Vorfall von Shell mit der Brent Spar vor einigen Jahren vorgeführt und auch Papst Benedikt XVI musste dies vor kurzem bemerken, als er sich dafür entschied, die Exkommunikation der Piusbrüderbischöfe aufzuheben.

Wir leben in demokratischen Systemen und handeln auch manchmal danach - aber noch zu wenig, zu träge. Die Entwicklungen in der Kunst zum Kunstbetrieb, zu einem System, das sich mehr angepasst hat, als es notwendig war, hat auch uns Künstler eingelullt. Zu sehr damit beschäftigt, die eigenen Pfründe zu sichern, das eigene Image zu polieren oder einfach nur unser Überleben zu sichern, sind wir den Vorgaben der allgemeinen gesellschaftlichen Vorgaben gefolgt und haben vergessen, dass wir es sind, denen Innovationen durch Kreativität und unkonventionelles Denken zugetraut werden können. Wir sind zu brav geworden und haben uns eingefügt in ein nicht widersprochenes Ganzes zu einem viel zu hohen Preis.

Hanno Rauterberg, Kunsthistoriker und Redakteur der Wochenzeitung "Die Zeit" lotete vorletzte Woche das Manifest und die Forderungen der Futuristen aus und analysierte, was sich von diesen Forderungen in unserer Alltagswelt niedergeschlagen hat. Es ist erstaunlich viel von diesen radikalen Forderungen Normalität geworden. Das Kunstsystem hat die Radikalität verloren und ist auch sehr brav geworden, zu brav, zu dekorativ, zu wenig wirklich revolutionär.
Rauterberg fordert die Künstler auf, wieder Manifeste zu schreiben und zu beweisen, was sie eigentlich können. Shame on us, dass wir da nicht vorher selber darauf gekommen sind....

14 February 2009

Nach EXEX, Kommt NEXTEX!



NEXTEX eröffnet!
donnerstag, 19. februar 2009, ab 19 uhr
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ausserdem
PRISKA OELER auf dem sockel
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nach einem halben jahr pause und dem umzug vom oberen graben
an den blumenbergplatz eröffnet exex als NEXTEX die neuen räume.
in zukunft sollen am blumenbergplatz veranstaltungen - gespräche,
vorträge, workshops usw. - das programm bestimmen. mit den
ausstellungen geht NEXTEX ausser haus. wie im vergangenen herbst
im alten zeughaus in teufen, findet das nächste projekt bereits im
mai im badhaus in st.gallen statt: «pressure points: between tracks»
führt die arbeit vom oberen graben fort ...
vorerst ist am blumenbergplatz die neue bar geöffnet und «auf dem
sockel» macht PRISKA OELER einen anfang: sie zeigt neue arbeiten,
die das format des sockels bereits zu beginn gehörig weit fassen.
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NEXTEX, blumenbergplatz 3, 9000 st.gallen
http://www.nextex.ch

07 February 2009

Brandl Ausstellung in Trogen, Schweiz



Nach einiger Ausstellungen im Ausland, komme ich nach Hause!

VERNISSAGE FREITAG 20. FEBRUAR 18 UHR bis 22 UHR. BITTE KOMME!

Pressemitteilung von der Galerie.

"Prelude"



Die Galerie am Landsgemeindeplatz in Trogen zeigt vom 20. Februar bis zum 28. März Werke vom renommierten Trogener Künstler Mark Staff Brandl. Die zum Teil grossformatigen Werke und Installationen sind Bestandteil seiner Doktorarbeit an der Universität Zürich.



Mark Staff Brandl kam 1955 in der Nähe von Chicago zur Welt und hat lange Zeit dort gelebt. Seine Ausbildung in Kunst, Kunstgeschichte und Literaturtheorie machte er an der University of Illinois, an der Illinois State University und der Columbia Pacific University. Zurzeit arbeitet er am Abschluss seiner Doktorarbeit an der Universität Zürich.



Seit 1988 lebt Mark Staff Brandl vorwiegend in der Schweiz. Er ist international seit 1980 als Künstler tätig, hat verschiedene Auszeichnungen erhalten und ist mit zahlreichen Publikationen und Ausstellungen an die Öffentlichkeit getreten. Seine künstlerischen Arbeiten wurden unter anderem von Galerien und Museen in der Schweiz, Deutschland, Italien, Ägypten, der Karibik sowie in Städten wie Paris, Moskau, Chicago, Los Angeles oder New York gezeigt.



Als Kunstkritiker schreibt er regelmässig für die Zeitschriften Art in America (New York) und The Art Book (London). In jüngster Zeit wurden einige seiner Werke auch vom Museum of Modern Art in New York, dem Whitney Museum in New York und dem Museum of Contemporary Art in Chicago angekauft. Im Besitz von seinen Werken sind zudem das Victoria und Albert Museum in London und das Museum of Contemporary Art in Los Angeles. In der Schweiz sind es das Thurgauer Kunstmuseum, das Kunstmuseum St. Gallen und die Graphische Sammlung der ETH Zürich.



Brandl arbeitet zurzeit an drei Serien, betitelt Panels, Covers und Riposte Paintings. Die Panels sind mehrere Gemälde, welche mit direkt auf der Wand aufgetragener Malerei umgeben sind: überdimensionierten Comic-Heften gleich. Die Covers-Werke sind Gemälde in verschiedenen Formaten, welche die Sichtstruktur der Comic-Heft-Titelseiten verwenden. Die neuesten Gemälde verschmelzen Einflüsse von Jackson Pollock, Roy Lichtenstein, Jacopo Tintoretto, Schrift-Malerei und dem Superhero-Zeichner Gene Colan. Sie scheinen mit geschleuderten Tropfen von Schildmaler-Email gestaltet zu sein. Aber die Striche und Linien verwandeln sich zu Repräsentationen ihrer selbst. Aus der Distanz betrachtet mutieren die ausdrucksstarken abstrakten wirbligen Linien, die mit einem Rapier gemalt scheinen, zu Pop-Bildern von flüssig gezeichneten Gesichtern.



In Trogen zeigt Mark Staff Brandl einen Querschnitt durch sein Aktuelles Schaffen. Ebenfalls zu sehen ist seine Collapsible (zusammenklappbare) Kunsthalle, ein dreidimensionales Werk mit Installationen von ihm und dem welschen Künstler Steve Litsios.



Die Ausstellung dauert vom 21. Februar bis zum 28. März und ist freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr frei zugänglich.



Vernissage ist am 20. Februar ab 18.00 Uhr. Die Einführung ins Thema macht Markus Landert, Direktor des Kunstmuseums Thurgau.



www.art-trogen.ch

www.markstaffbrandl.com/

PRESSE: Bilder mit hoher Auflösung und Pressetexten in Deutsch und Englisch hier.








04 February 2009

Steve Hamann: (Po)Modern Shark: A Feeding Frenzy Comic


Click on image to see full, enlarged version.

A comic --- oops, a piece of sequential art --- in which the artist Steve Hamann braves the Sharkpit to finally meet Mark Staff Brandl, discuss with Wesley Kimler, see art by both, and comment on it all!

31 January 2009

Sharkforum Introduces Its Podcast!




This is the first podcast by Sharkforum! Wesley Kimler, "The Shark," and Mark Staff Brandl, "The EuroShark," introduce their intentions in a short 33 minute discussion. Skype discussions, rants, Shark attacks, reviews and more will follow.


Listen here:






Or download here.



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19 January 2009

Brandl: "science et cité" festival: "what would you invent to save the world"?




I was invited by ReneeMcGrath-Abazovic to make a contribution to a project by the Visual Communication Department at the Hochschule der Künste in Bern. At the moment, they are working on a project for the "science et cité" festival that takes place in 5 towns in Switzerland in order to bring science and society closer to each other.

They asked for my answer to the question, "what would you invent to save the world" or "what should science invent to save the world".

This is my answer.

What would I invent? A new self-reliant attitude in human thought.

Science and research in general can do many things to help the world. Some of society's greatest successes in this direction have been in medicine, health care and especially surgery. Logical analysis alone is important ...

... and married to the scientific method, testing hypotheses in real life and then altering ones ideas to fit experimental results can free us from most of the silliness resulting from superstition, pseudo-science and other neo-medievalisms which repeatedly assault our societies such as kitschy esotericism, fascism, racism, unproven pseudo-psychology and the like. I think more attention to science -- real science, not just trendy memorization of popular poststructuralist theory -- could greatly free the thinking of contemporary artists.

I love machines: my computers, motorcycle, scanners, etc., hell even my brushes and paints (which are now also sophisticated developments of modern science and technology). Nevertheless, technology alone is nothing more than a hammer. One can build homes with a rock, a hammer just helps. Likewise, any other tool. Artists have the tendency to either demonize technology or over-value it. The "naive-self-expression" types are too atavistic, wanting to turn the clock back to some imagined past, the Neo-Conceptualists are too "bieder," petit-bourgeois, adulating the tools of middle-managers.

Therefore, I think logic, critical reflection, testing and the scientific thought process are more important than any particular invention. I would love to propagate THOSE more broadly. So, in a science-fiction-like scenario, I would love to invent several machines that block human negativity and false logic. One to block racism, sexism, classism. One to block sophistry, especially in the artworld (which I know best) -- a machine that stops the prevalent attitude today of kissing ass for success, for disposing of ones own individuality in tacit agreement with the consensus, simply in order to have some small modicum of so-called success.

Finally, I would love a massive sea-change of thought, wherein people would have the drive to stop worshiping their tools and start using them.

Kimberly J. Soenen: Dive and Dismantle



At my part-time job, fur clad cosmetically-enhanced people often approach me and make unique, and always urgent, requests.

"Can you tell me where I might find a sterling silver flask? I'm looking for a Canadian Goose Down coat for my daughter. Where might I find that automatic espresso machine that makes the coffee without you having to do anything? Does the spa downstairs do brows and waxing? How tall is the Christmas tree? Where can I get a good shoe shine? I'm looking for Wii. I'm looking for Nintendo. I'm looking for one of those foot massagers? I need the 2.5 ounce Rain Rose hand crème. Do you know if that French store still carries that hand crème in that size? I need to get lingerie for my girlfriend and she loves leather, do you know if The Secret on Michigan Avenue carries leather? My niece is getting married at Holy Name in three hours and she needs a white umbrella."

The requests come quickly and often. Always extremely urgent and very important.

But one request made on the evening before Christmas Eve was different. ...


"I'm looking for a black Santa hat," he said calmly, steadily. "It needs to have a white trim and a white ball on top but the hat needs to be black," he said.

As I picked up the phone to search the city for a black Santa hat I recommended that he buy some fabric and make the hat.

"I'm not very good with my hands," he smiled.

He told me he'd been looking for a black Santa hat since 2003. He stepped away from the concierge desk while I manned the phone.

"If I'm going to spend Christmas alone again, I might as well have a black hat."

He was wiry and strong like a Midwestern farmer whose strength betrays his weight. He had the build of a triathlete, a Nordic skier. The type of body that indicates efficiency, strength and speed at once. His grey neoprene shirt hung closely on his chest. His left hand ring finger had a tattoo encircling the top half of his finger. The tattoo was interrupted on the underside of his hand to save from cutting a vein or damaging nerves I guessed. Other than that one work of art he didn't wear any jewelry.

I immediately called the White House / Black Market store and they said they didn't' carry one. Nor did Bloomingdale's Sax, Neiman's or Walgreen's. I made a few more calls and was unable to locate the hat.

I asked where he was from and engaged him in conversation to buy time to hunt for the request. We talked. He stepped away from the desk to patiently pace and wait and I noticed that his boots were combat black with lace ups and thick heels. Military issue.

He leaned patiently on the desk when he returned to it. He had time, it appeared, unlike the harried holiday shoppers looking for the perfect Chloe doll, or the Artisan perfume or the Juicy Couture sweat pants.

We talked and laughed.

Said he was away from his home in San Diego on special assignment in Chicago until the second week of January with the Navy. His baseball hat had the skull with cross bones on it and on the back of the hat had the "fallen brothers" navy symbol with a wreath around a bomb, the kind of bomb you might see in a Hanna Barbara cartoon-black with a fuse. He had strong working hands.

He asked me to go for a drink. We had dinner together. He was missing Christmas at home for the fourth year consecutive. Bahrain, Iraq, Iran, Chicago. War zones. I deduced that he was in Chicago to protect the president elect. He didn't deny it.

By the second Jack and coke it came out that he was in Chicago diving and dismantling. He was part of the enlisted men who work for the Navy EOD. Explosive Ordnance Division.

Known as the world's premier combat force for countering Improvised Explosive Devices or "IEDs," Weapons of Mass Destruction and all other types of weaponry, these are the guys who operate around the world, and take apart bombs. They are enlisted men. They drop in from 30,000 feet and dive up to to 300 feet to ensure things don't blow up-or, in some cases, he explained, blow the bombs up before they blow up near to lots of people. He went on to explain to me how I might equalize pressure while scuba diving to prevent my ears from hurting. He also told me what it is like to go into a "denied area" before Special Ops or conventional war units to take Improvised Explosive Devices apart.

"We've lost lots of techs in Iraq," he said. "I've lost a lot of friends." He added "We're tired."

Over mediocre seafood potstickers we talked about Afghanistan, Halliburton, The Green Zone, The Shock Doctrine, The Surge, The Withdrawl, Saudia Arabia and what it means to be a Christian vs.a Muslim. Somehow we managed to laugh together between talk of the economic bailout and current military morale.

By the third jack and coke he told me he missed his wife and kids in San Diego. By the fourth he told me that the problem with the war is that, for example, when the Dive and Dismantle team defuses an IED, they are required to call it into their superiors and report the source of the bomb if clear. During this war, he said, like no other in his 17 years of service has he received the answer: Stop.

I didn't understand.

"When you know where the source of the bomb is," his eyes narrowed and he locked in on my eyes to see if I was following him, "You are supposed to take them out. We are trained to take them out. In this war, we've been repeatedly ordered to not to take them out despite knowing where and who the source is."

He finished his drink and ordered another.

He steered ahead. I couldn't discern if he was going to cry or laugh. It was both at once. He leaned to kiss me. But I knew he really wanted to kiss his wife.

I told him that years ago my friend wrote a piece for the online magazine Salon about a madame in the beltway. When she asked the madame if she services more Democrats or Republicans the madame revealed that the boys on The Hill are all equally lonely-often, she said, she just watches a movie and eats pizza with her clients in the hotel room. The men are quite simply craving normalcy, and touch.

I looked up from my rattling ice and now my soldier was crying. He threw down money to pay the bill, excused himself to have a cigarette outside. Marlboro Reds for the sailor, of course. I followed him out.

"I got the idea for the black hat in Iraq four years ago at Christmas," he explained. "I've never been able to find one." "I thought about making one, but I'm not very good with my hands," he repeated and laughed like Christopher Walkins did during the famed Russian roulette scene from The Deerhunter.

"I re-enlisted on December 12," he blurted out. "Maybe we should celebrate with another drink," he laughed half-heartedly. "December 12, 2008 until December 12, 2012," he said. "Don't you know?" He shifted gears. "The Maya date civilization back to 3114 b.c. That's the beginning of the Mayan calendar. The date is also the beginning of the Fifth Great Cycle," he went on enthusiastically. "The Mayans believed that there are Five Great Cycles of the Earth and that the beginning of civilization was the beginning of the fifth one. 2012 is the year the 5th Great Cycle is supposed to end. All five Great Cycles are supposed to end in destruction on 12/12/12. The End of Days, they say."

"I'm off to Iran after Chicago in early-January," he said with less zeal. "Come back to my place tonight" he said swaying a bit now and exhaling smoke at once. He forced a smile with his chin lowering into his chest and his eyes looking up to mine knowingly acknowledging that he knew I wouldn't be with him. The smile was one part tomcat and one part surrender and sadness.

We walked for a while together. We walked without talking as the icy winter rain came down harder. He took my hand and I let him. People scurried about us in an effort to dodge the rain but we continued to walk.

Eventually I caught a taxi.

Only when I arrived home and took my coat and hat off did I realize that I was entirely soaked through. We must have been walking together a long time.

Art credit: Mary J. Bigelow, Good Morning, glue and paint on canvas, 5 in. x 5 in.

26 December 2008

Gene Colan wins Cartoon Art Museum's Sparky Award




San Francisco, CA: The Cartoon Art Museum is proud to announce that Gene Colan is the recipient of the 2008 Sparky Award, which was presented to him by CAM founder Malcolm Whyte during the museum's "Salute to Gene Colan" on Thursday, December 4, 2008.

The Sparky Award is named in honor of Charles "Sparky" Schulz, the creator of Peanuts. Schulz was nicknamed "Sparky" after the horse Sparkplug featured in the comic strip Barney Google. The Cartoon Art Museum would not exist without benefactors like Sparky Schulz and his wife, Jeannie. The Sparky Award is presented on behalf of the Cartoon Art Museum and the Charles M. Schulz Museum and Research Library.

The award celebrates the significant contributions of cartoon artists who embody the talent, innovation and humanity of Charles M. Schulz. Past recipients include Schulz himself, Sergio Aragones, Gus Arriola, Carl Barks, Will Eisner, Creig Flessel, Phil Frank, Lou Grant, Chuck Jones, Ward Kimball, Gary Larson, John Lasseter, Stan Lee, Bill Melendez, Dale Messick, John Severin and Morrie Turner.



Live testimonials were given by several notable collaborators of Colan's, including writer Steve Englehart, comic book inkers Steve Leialoha and Joe Rubinstein, and Daniel Cooney, a former pupil of Colan's, who is now a professional comic book artist and a professor at the Academy of Art University. Written testimonials were provided by Mike Richardson and Diana Schutz of Dark Horse Comics, Paul Levitz of DC Comics, and Dean Mullaney of Eclipse Comics, and a video tribute was provided by Colan's longtime friend and collaborator Stan Lee. Mr. Colan was interviewed onstage by noted author Glen David Gold, the lead curator on the Cartoon Art Museum's current tribute exhibition, Colan: Visions of a Man without Fear, which is on display at the Cartoon Art Museum through March 15, 2009.

For more information about Gene Colan, please visit his website, http://www.genecolan.com
General information about the exhibition is available at the museum's website, http://www.cartoonart.org

21 December 2008

Proximity Magazine's Theory Column: Artists Write; DAVID REED: "Jackson Pollock and Piero della Francesca Ride Lonesome"



Proximity magazine number 3 has just been released. One of the features, as mentioned before here, is edited by your friendly EuroShark. I am organizing short theoretical essays from other active artists. The Proximity editors are also gracious enough to allow us to publish the essays on Sharkforum as well as in their magazine. They would love subscribers, though!

This issue and the next issue feature a wonderful two part essay I solicited from renowned NYC painter, David Reed, titled Jackson Pollock and Piero della Francesca Ride Lonesome. Here is the first part ...

Artists Write: Thinking While Making Things

Proximity's first essay for its Theory Series is by the renowned New York painter David Reed. In addition to exhibitions in galleries and museums throughout the world he recently helped organize the significant exhibition "High Times - Hard Times, New York Painting 1967-1975." His article will be presented in two parts.

Jackson Pollock and Piero della Francesca Ride Lonesome, Part 1

-- David Reed

As a young painter I went to live and paint in the desert of the Southwest. I was fascinated by the unlimited, unlocated space of Jackson Pollock's paintings and felt that I had found an equivalent in the vistas of Northern Arizona and Southern Utah. By painting the Big Space of the landscape I hoped to better understand Pollock's space and learn how to use it in painting. At the time I didn't realize how much my view of this space -- both in the landscape and in Pollock's paintings -- had been determined by the western movies I had seen while growing up.

Budd Boetticher's Ride Lonesome (Ranown/Columbia, 1959) is a spare, 73- minute CinemaScope western, shot in only 12 days. The director of photography is Charles Lawton, Jr., and the script is by Burt Kennedy. It is seventh in a series of eight westerns starring Randolph Scott, directed by Boetticher and produced by Scott, Boetticher and Harry Joe Brown. Westerns are always variations on classic prototypes. The films in this cycle continue classic western themes, yet they also break these traditions in wildly inventive ways. Since the same star, director, producers, writers, and cinematographers worked together in this series, the films are unusually collaborative in conception. Watching this film, one senses the freshness of quick, instinctive decisions.

To be understood, this movie must be seen on a large screen in CinemaScope. Then the screen opens to vision as does a painting by Pollock. The space and light are vast and unlimited, yet the story is very simple. This contrast creates the tensions and meanings in the movie.

The narrative is a journey lasting 72 hours, 3 days and 3 nights. Alternations of day to night and of night to day mark each of the three main locations: the Wells Junction swing station, Dobie's corral, and the hanging tree.

There are six characters in the story, five men and one woman: Ben Brigade (Randolph Scott), Sam Boone (Pernell Roberts), Billy John (James Best), Frank John (Lee Van Cleef), Wid (James Coburn), and Mrs. Lane (Karen Steele).

All the scenes are outdoors, surrounded by swirling dust and distant mountains. There is a visual balance between the human figures and the landscape. Neither dominates. This is like the balanced figure/ground relationship in Jackson Pollock's overall space and it has the same effect. Watching this movie, one is constantly visually alert, scanning the whole landscape and trying to take it all in. One is always aware of how each detail it fits into the whole.

More than most directors of Westerns, Boetticher has an rare appreciation and understanding of horses. They appear in most scenes. The first line is 'spoken' by a horse; the second, to a horse. Horses are as important as the human characters, tying them to the landscape. When Boone proposes to Mrs. Lane, inviting her to live a fantasy life with him on his ranch, she is saddling her horse, and he walks towards her leading his. It's almost as if the horses need to talk and the humans are simply there to help them.

Ride Lonesome is not a psychological western. It's about movement through space, time, location and light. The only interior scene is a view out from the swing station porch. This framed view of the landscape is the fulcrum from which the journey begins. We watch Brigade, Mrs. Lane, Boone, Billy and Wid file by individually. Later we see Frank and the boys ride through the same framed view, repeating the path followed by the others -- one so clear it could be diagrammed.

There are two contrasting locations: Santa Cruz, where Billy is to be turned in, and Boone's homestead in Socorro. The domestic interior life which Boone fantasizes he can live with Mrs. Lane and Wid is unlike anything in the outdoor scenes. However, having viewed the landscape from an interior at the station, we feel Boone can reach his goal.

It's tempting to write of composition when writing of the scenes in this movie, but as in Pollock's paintings, that is really not what is going on. The camera is almost always moving, showing figures from below when close-up and from above when further away. There is a classic CinemaScope scene in which the camera travels alongside Brigade and Boone as they ride talking on horseback. As we move along with them we are aware before they are of the Mescaleros appearing over hills on the far left of the screen. Motion either from the camera or within the scene is what is important, not composition. Boone doesn't just leave a scene, he throws Wid a rifle. We identify with this movement and CinemaScope gives the gesture a remarkable naturalness, as direct and immediate as the gestures in Pollock's paintings.

Just before he charges Brigade in their final showdown, Frank sits motionless on his horse and one notices the trees blowing gently behind him. This movement in the trees, while Frank and Brigade are frozen, has an eerie but naturalistic quality. At this moment of final confrontation we don't identify with the human characters but with the landscape instead.

End of Part 1, to be continued next issue.

20 December 2008

Juliana Beasley, Holiday Print Sale



As Lisa Hunter, the Intrepid Art Collector reports, "here's a treat for serious collectors: Juliana Beasley, heir apparent to Toulouse-Lautrec, is having a holiday print sale. She's selling four images from her series "Last Stop: Rockaway Park" in a nice size (18x18) for $250 to $300.

These images were shown at Freize and are in the collection of the Victoria and Albert Museum. But you don't need to read her CV to know that Beasley's the real deal. This holiday edition is limited to 15 prints, so don't dawdle."

The image is "Leopard Lady" by Juliana Beasley.
See her website for more images.

15 December 2008

Out of Sequence, Krannert Art Museum Video

A super short (2 min. 35 sec.) TV video clip of the exhibition "Out of Sequence: Under Represented Voices in American Comics," which is on exhibition at the University of Illinois' Krannert Art Museum. This video tours the exhibition with its co-curators, Professor John Jennings and PhD candidate Damian Duffy. Mark Staff Brandl's corner Panels painting-installation and Covers paintings in the spinner rack are prominently featured.
https://youtu.be/e_CFzxdRv7k

01 December 2008

EuroShark Mark Staff Brandl Interviewt auf "Bad at Sports"



The EuroShark ("EuropaHaifisch") wird auf der preisgekrönten Website Bad at Sports interviewt. Wie die auf dem Blog schreiben: "Episode 170: Mark Staff Brandl. Duncan MacKenzie interviewiert Mark "the EuroShark" Staff Brandl, Theoretiker, Kunsthistoriker, Professor, Künstler und Kritiker für Art in America, Sharkforum und Bad at Sports.


The EuroShark is interviewed on the award-winning podcast website Bad at Sports! Episode 170: Mark Staff Brandl. As they write on their blog, "Duncan "the fieldmouse" MacKenzie interviews Mark "The EuroShark" Staff Brandl, theorist, writer, professor, artist, and contributor to Art in America, Sharkforum and Bad at Sports."

Go on over, listen streaming or download the mp3 and listen to it on your iPod. Then join in the discussion! Link: click here!

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26 November 2008

Brandl: My Dissertation Begins




This is to announce the beginning post of the on-line, in process, version of my PhD dissertion, which I am writing under the direction of Prof. Philip Urspung at the University of Zurich, Switzerland. My second reader is Prof Andreas Langlotz at the University of Basel, Switzerland.

It will be permanently archived on my website here as well, but I will put each chapter up on the main Sharkforum, with a post linking to that here on Swiss Sharkforum, as I finish them. I would love your comments, criticism, tangential thoughts and more! Please be aware that by commenting here, you are giving me permission to use your words, with proper citation including your name, in some fashion in my final dissertation book and exhibition, which I am planning to do. It's your chance to become a part of and liven up an often unduly stodgy process.

I have separated it into sections which repeat the page divisions in my hard-copy manuscript version. This is both for easier reading and for easy reference between the versions.

Each chapter includes an introductory Cover painting, perhaps other painting(s), sequential comic art page or pages and studies as well as the text.

On the Sharkforum.org site, comments can be added here.

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12 November 2008

Out of Sequence, Krannert Art Museum Podcast






Excerpt of a radio show interview with John Jennings and Damian Duffy touring the Out of Sequence exhibition at Krannert Art Museum in Illinois. For 13 minutes of streaming radio click on the arrow. To download as mp3 click here.

11 November 2008

Economy Meltdown is Art! According to Stephen Colbert



From The Colbert Report, Wednesday, September 24, 2008:

Stephen Colbert: Now why $700,000,000,000 exactly, when these days you can purchase a bank for 3 pounds of ground chuck and an old bicycle wheel? Fed Chairman Ben Bernanke explained...

Ben Bernanke: Just as when you sell a painting at Sotheby's you don't know... nobody knows what it is worth until the auction's over. Then people know what it's worth. I think it's the same thing.

Stephen Colbert: Art is an excellent analogy. Because I think a lot of people are looking at our economy right now and saying, "my five year old could have done that."

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06 November 2008

My President Obama !: Barack Obama Becomes America's 44th President



Mark Staff Brandl:
MY PRESIDENT!
I can finally say that and mean it!
I haven't been so happy about a political event since my childhood. Since the Kennedys, in fact. I stayed up all night here in Switzerland listening to Air America (commentator Ron Reagan!) and checking many sites. Like Jesse Jackson I'm crying with joy and can hardly write, so I've posted Arianna's great piece.
It is indeed time for a new Anerican breakthrough.
God bless and protect President-elect Obama.

"Why All Americans Have Reason to Celebrate"
by Arianna Huffington

Even if your candidate didn't win tonight, you have reason to celebrate. We all do.

Ten months ago, when Obama won in Iowa, we had a glimpse of what was possible and what became real tonight. What I wrote then about one state is now true for the whole country:

Barack Obama's impressive victory says a lot about America, and also about the current mindset of the American voter.

Because tonight voters decided that they didn't want to look back. They wanted to step into the future -- as if a country exhausted by the last seven-plus years wanted to recapture its youth.

And they turned out in unprecedented numbers today to make sure that no amount of scrubbed rolls, malfunctioning machines, endless lines, or polling places running out of ballots would block the way.

The history of America is studded with great breakthroughs -- propelled by leaders such as Lincoln, Teddy Roosevelt, FDR, and Martin Luther King - followed by decades of consolidation and occasional regression.

The Bush years have clearly been in a period of regression. The repudiation of those years is now almost universal. Even conservatives are admitting it; over the course of today, I've received numerous emails from conservatives ending with some variation on "Go Obama!"

In America's journey toward a more just and truly democratic society, tonight is another milestone. And not just because the son of a Kenyan father and a mother from Kansas is now President-Elect. But also because tonight's outcome is a declaration that we are once again a nation more driven by hope and promise than a nation driven by fear.

Bush's re-election in 2004 was a monument to the power of fear. And McCain, his staff stocked with Karl Rove disciples, followed the Bush blueprint and played the fear card again and again.

Be afraid of Obama, the GOP warned us. Be afraid of something new, something different. He would meet with our enemies. His middle name is Hussein. He "pals around with terrorists," consorts with the radicals at Acorn (which is "destroying the fabric of democracy"), and doesn't see America "like you and I see America." A vote for Obama would be "dangerous" and "too risky for America."

The people of America listened, but chose to take the risk. So even if you voted for John McCain; even if you love Sarah Palin, who is still in search of the "pro-American areas of this great nation"; even if are Joe the Plumber - or, hell, even if you are Michele Bachmann - tonight is a night to be proud of America.

Obama's victory holds up a mirror, reflecting the country we are. And it turns out to be the kind of country we've always imagined ourselves being -- even if in the last seven-plus years we fell horribly short: a young country, an optimistic country, a forward-looking country, a country not afraid to take risks or to dream big.

Of course, it will take more than big dreams to help America dig out from the many crises we face. From the global economic crisis to the wars in Iraq and Afghanistan, the day of reckoning is upon us.

But these challenging times also will provide the new president with the opportunity to really transform America. As Gary Hart points out, "Great presidents do not emerge from quiet times; they arise in times of chaos and crisis."

This is an idea that has animated Obama's candidacy from the beginning. As he put it on the stump many times last week:

We began this journey in the depths of winter nearly two years ago, on the steps of the Old State Capitol in Springfield, Illinois. Back then, we didn't have much money or many endorsements. We weren't given much of a chance by the polls or the pundits, and we knew how steep our climb would be. But I also knew this. I knew that the size of our challenges had outgrown the smallness of our politics.

Since that time, the size of our challenges has grown even bigger -- and the smallness of our politics has even downsized McCain from a noble hero to a hack fearmonger.

But over the course of this long and arduous campaign, Obama has repeatedly demonstrated the ability to inspire us to tap into the better angels of our nature -- to stir the American people to expect more of themselves than they otherwise would.

It's a theme Michelle Obama touched on many times on the campaign trail. "Barack Obama will require that you work," she said at a rally on the eve of Super Tuesday. "He is going to demand that you shed your cynicism; that you put down your divisions; that you come out of your isolation; that you move out of your comfort zones; that you push yourself to be better; and that you engage."

This call echoed something that historian and presidential biographer David McCullough had once said about JFK. "The great thing about Kennedy," he told me, "is that he didn't say I'm going to make it easier for you. He said it's going to be harder. And he wasn't pandering to the less noble side of human nature. He was calling on us to give our best."

And when Bobby Kennedy was agonizing over whether or not to run in 1968, he told one of his advisors: "People are selfish. But they can also be compassionate and generous, and they care about the country. But not when they feel threatened. That's why this is such a crucial time. We can go in either direction. But if we don't make a choice soon, it will be too late to turn things around. I think people are willing to make the right choice. But they need leadership. They're hungry for leadership." Forty years later, we are starving for it. Real leadership. Leadership geared to transforming the country.

Tonight is a night to celebrate the victory of a candidate who seized his moment in history and reminded America of its youth and the optimism it longs to recapture. Let's savor it.

The dark years of the Bush regression are almost done. It's time for another American breakthrough.

Read more reaction to Barack Obama's victory in the 2008 presidential election from HuffPost bloggers.

28 October 2008

Eröffnung und Buchvernissage im Transitorischen Museum zu Pfyn




zeitgarten.ch und das Amt für Archäologie des Kantons Thurgau
laden zur Museumseröffnung und zur Buchvernissage
"Ad Fines - das spätrömische Kastell Pfyn" ein.

Am 8. November 2008, 19 Uhr in der Trotte Pfyn

Ansprachen:
Jacqueline Müller, Gemeindeammann
Dr. Hansjörg Brem, Kantonsarchäologe
Mark Staff Brandl, Künstler und Kunsthistoriker

Musik: Arndt Rausch

Anschliessend Apéro riche

Bereits vor anderthalb Jahren vereinbarte zeitgarten.ch mit dem Amt für Archäologie die Schaustücke der Präsentation der archäologischen Funde und Erkenntnisse in der Trotte Pfyn neu zu ordnen und die Sammlung in einer zeitgemässen Form zu zeigen. Die Vitrinen und Tafeln in der Trotte wurden nach dem Umbau der Primarschule eingerichtet und sind seit Mitte der 90er Jahre kaum verändert worden. Die Sammlung ist bei öffentlichen Anlässen, bei Führungen und für die Primarschule zugänglich, bildet allerdings lediglich einen kleinen Teil dessen ab, was in Pfyn an archäologischen Funden zu Tage gefördert wurde.


Die neue Präsentation wird vor allem aus drei mobilen Containern bestehen, die drei Zeitepochen zuzuordnen sind: Jungsteinzeit / Zeit der Pfahlbauer, die spätrömische Zeit des Kastells in Pfyn und das 19., 20. und 21. Jh.Für die Jungsteinzeit und Römerzeit werden einige Funde als Schaustücke in Vitrinen oder durch heraus ziehbare Schautafeln zu bewundern sein. In abschliessbaren Schubladen verbergen sich Beispiele archäologischer Funde, die bei Führungen oder zu gegebenen Anlässen heraus genommen und angefasst werden können, um Geschichte hautnah erlebbar zu machen. Der dritte Container (19.,20.,21.Jh.) wird eine Medienbibliothek, bestückt mit Beispielen aus dem Archiv von zeitgarten.ch sein, die einen Einblick in das Pfyner Leben der jüngeren Vergangenheit gibt und die direkt abgespielt werden kann.


Somit entsteht ein Museum, das mobil ist und transportiert werden kann, das sich temporär als Wunderkammer entfaltet und bei Gebrauch das Publikum zum direkten Kontakt mit Geschichte verführt.