Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

15 April 2008

Meszmer: Verbrannte Erde




Duchamp, Beuys und Warhol – das sind meiner Meinung nach die drei Künstler, die im 20. Jh. in der Kunst den Weg bestimmt haben – oder das meiste angerichtet. Duchamp hat mit seinen ready mades die Möglichkeit zur konzeptuellen Arbeit eingeleitet, Beuys hat mit gesellschaftlichen Utopien experimentiert, die er in einfachen Analogien ausgedrückt hat und Warhol hat den Konsum und das Jetzt zur Kunst erklärt.

Allen Dreien gemein ist die Vorstellung vom Künstler als abgehobener oder besserer Mensch, der in seiner Aussensicht die Gesellschaft verändern kann. Wie bewusst dies durch Duchamp geschehen ist, wage ich manchmal zu bezweifeln; Beuys sah sich sicher in erster Linie in einem weltverbesserndern Zusammenhang, Warhol erklärte gleich das Geschehen an sich zur Kunst – so einfach kann man es sich machen. Alle drei haben auf ihre Art eine Politik der verbrannten Erde betrieben und es durch ihre Arbeit den nachfolgenden Künstlern erschwert zu agieren.

Seit der Moderne sieht sich der Künstler als autonomer Mensch, der aus sich heraus seine Werke produziert. Er ist und bleibt nur sich alleine und seinem Werk Rechenschaft schuldig und vereinnahmt eine Position, die innerhalb einer autoritär strukturierten Gesellschaft, wie wir sie noch Ende des 19 Jh. vorfinden, die einzig mögliche ist: Im Elfenbeinturm kann der Künstler (die Damen vergeben mit bitte, dass ich nicht immer die weibliche Form mitführe) durch seine konsequente Abgrenzung von der Gesellschaft als Avantgardist bestehen und auf die Schwachpunkte aufmerksam machen. Als moderne Kassandra treten Künstler politisch auf und weisen auf widrige Umstände hin – nur, kann das die einzige Motivation für Kunst sein?

Zugleich mit der Autonomie sieht sich der Künstler verstärkt vor Überlebensprobleme gestellt, denn welcher Staat hält sich einen Hof an Kritikern, die immer sogleich zur Stelle sind um über Missstände zu berichten?

Die Künstler werden so zu selbsterklärten Outkasts der Gesellschaft, die unverstanden vor sich hinvegetieren, bis ihre vorausschauende Weltsicht erkannt wird. Sie müssen sich absondern und mit der Vereinzelung der Künstler wird auch ihr Horizont immer individueller. Die entstehenden Kunstwerke haben mehr mit den Personen zu tun, als mit der Zeit, der Gesellschaft oder grossen Utopien. Die Individualisierung führt zu einem Problem der Vermittlung persönlicher Vorstellungen, denn als autonomer Wachtposten wird von Künstlerseite zwar erkannt und thematisiert, das Publikum muss sich seinen Weg zu Erkenntnissen durch die Kunstwerke selber suchen. Mit der Absonderung geht auch eine Abscheu vor der grossen Masse und ihrem ungebildeten Geschmack einher, der erst durch Warhol durchbrochen wird.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich in dem Vakuum zwischen Produktion und Rezeption langsam aber sicher eine Blase bildet: Galeristen schwingen sich auf als Retter der Künstler und vermarkten ihre Ideen, Kunstpädagogen vermitteln die Ideen und zanken sich über didaktische Probleme und Kuratoren wittern die Möglichkeit sich über das Unvermögen der Künstler, sich selbst zu vermitteln, zu profilieren.

Erschwerend kommt hinzu, dass wir zwar seit inzwischen mindestens 50 Jahren in Europa demokratische Systeme etabliert haben, dass aber andererseits die Grundgedanken der Demokratie in vielen Fällen noch rudimentär geblieben sind. Es herrscht weniger ein Vertrauen in demokratische Prozesse, denn der blinde Glaube an politische Kasten, die durch ihre Kompetenzen das Leben der Bürger gut steuern können. Die in den letzten Jahren wachsende Abstumpfung der Wähler, der Rückgang von Wahlbeteiligungen zeigen die Resignation von Bürgern, die nicht an das System glauben, gleichermassen aber auch, dass das grundsätzliche Vertrauen und das Bewusstsein der eigenen Möglichkeiten von Mitwirkungen an demokratischen Prozessen auf der Strecke geblieben oder niemals wirklich angekommen ist.

Vielleicht muss man es immer mal wieder betonen, aber Demokratie heisst, seine Macht einem Menschen seines Vertrauens zu übertragen, dem seine Stellung genommen werden kann, sobald er diese Macht missbraucht. Diese Macht wird vom Wähler gegeben im guten Glauben an den Menschen, der sie nutzt. Dies bedeutet Verantwortung und Respekt und das Eintreten für Ideen, die nicht immer konform gehen mit den einfachen Lösungen.
Durchgesetzt hat sich vielmehr die Vorstellung, dass es Politiker gibt und Demokratie heisst, zwischen zwei oder mehreren Parteien zu entscheiden – böse ausgedrückt zwischen Pest oder Cholera – mit Demokratie im eigentlichen Sinne hat dies eher weniger zu tun, wenn eine selbsterklärte Gruppe von Menschen um Positionen rangelt.

Gleichzeitig lässt sich dieses Phänomen auch in der Kunst beobachten: Spätestens seit den 80er Jahren wird die Frage nach der Definition von Kunst nicht mehr gern gestellt. Eindeutige Definitionen haben sich im System verloren, werden verleugnet oder als kontraproduktiv abgestempelt. Künstler haben vermehrt begonnen innerhalb des immer und immer wieder ausgeweiteten Systems Arbeiten zu machen, die zwar erproben, was Kunst sein kann. Definitionen zu machen, festzulegen, was geht oder nicht, ist ein grosses Tabu geworden und hat zu der schizophrenen Situation geführt, in der wir uns jetzt befinden:
Was Kunst ist bestimmt der Markt, die Eintrittszahlen, oder Kuratoren und Museumsdirektoren. Die Künstler bleiben in diesem Fall aussen vor, dürfen munter ihre Arbeiten machen und können als gesellschaftliche Phänomene dienen, ihre Innovationen sind allerdings nur dann gefragt, wenn sie in marktkonforme, medienpolitische oder kuratorische Konzepte passen oder wenn sie sich im System zu bewegen gelernt haben.

Beuys Konzept von „jeder Mensch ist ein Künstler“, bei dem immer der Nachsatz: „in dem Sinne, dass er etwas gestalten kann.“ vergessen wird, hat mit zu der Kreativbewegung der 90er Jahre beigetragen, deren Folgen wir jeden Tag am Fernsehen beobachten können, wenn hippe Dekorateure in Wohnungen unbedarfter Bürger einfallen und diese zu Wohnungsrenovationen zwingen. So kann dann auch jeder Weihnachtsbazar oder jede angemalte Berggondel mit künstlerischem und kreativem Potenzial werben, während es uns Künstler nicht mehr braucht.

Es sind nicht nur die Anderen Schuld an dieser Entwicklung – auch wir Künstler haben unseren Teil dazu beigetragen und grosse Teile unserer Arbeit dadurch wegrationalisiert, dass wir zu sehr in den Alltag eingebrochen sind oder angefangen haben jedem Menschen sein kreatives Potential vor Augen zu führen.

Wo also ansetzen? Wie weitermachen?

Diese Frage treibt mich um, seit meinem ersten Tag an der Akademie, an dem wir von unserer Professorin empfangen wurden mit den Worten: „Was wollt Ihr eigentlich machen? In der Kunst ist alles gemacht und gedacht worden, was möglich ist. Eigentlich gibt es nichts mehr.“

Resignation ist sicher nicht der kreative Weg – auch wenn dies, ob des offensichtlichen Machtanspruchs des Systems der einfachere Weg zu sein scheint. Einen Augenblick innehalten und genaue Fragen stellen, ist von Nöten. Wir müssen uns wieder auf Qualität besinnen und grundsätzlich zu fragen, wie Kunst sein muss, die nicht nur für den schnellen Augenblick produziert wird, denn gute Kunst ist auch in fünfhundert Jahren noch gute Kunst. Werden wir uns unserer Stellung wirklich bewusst und nutzen wir die Autonomie, die wir uns vor 150 Jahren erkämpft haben, nur so können wir auch anderen Auswege aufzeigen.

Wir Künstler müssen uns darauf besinnen, dass wir es sind, die bestimmen, was Kunst ist.
Alles andere ist alles andere.
Immer noch.

32 comments:

Mark Staff Brandl said...

GREAT essay Alex! I would make one somewhat piddling point, though. I don't know if you saw my lecture at exex about the current philosophy of art and art, but I think art has been mired far too long in illustrations of the contemplation of the definition of art (ontology). If I were you I would alter that part of your theory here from saying that art needs to think about its definition to proposing in fact that art needs to STOP being fixated on a Duchampian contemplation of ontology and move on to other philosophical questions (NOT giving up philosophy though!), such as "where is art?" (as Smithson did), "when is art?" (as did Kaprow, Fluxus and performance), "how can we know or what can we know from art? (epistemology). Etc.

So, I think you are completely correct in your analysis, but should abandon the ontolgy part, as in fact when you describe it you are more closely actually describing epistemologicfal and socio-political philisophical questions. (Signed -- pcky philosophical Mark!)

max (alex Meszmer) said...

I can see your point – and do understand it in the current discussion that still is one about ontoloy, although I do understand it in a complete different way:
I keep on forgetting, that ontology might still be sth. important and I stopped thinking about ontology some years ago and it seems, that I sometimes get too far in other directions, without telling the others where I went...

I don’t care about l’art pour l’art – that is sth. for art students in their second semester, then everybody should ever forget about it in art making – thinking
about the quality in ones own work is basically thinking about a lot more, than just the art around, it is thinking about the qualities of ones ideas (stealing ideas is not a quality, making better statements might be),
about psychological und philosophical dimensions, about a deep sense of humour (and not just a joke for the moment), about the possibilities of material and technical skills, about sense and sensibility (where are art works that show, that the artist had fun and a big passion for art and his work – most of the times emotions are shown in art works they go together with a big lack of skills and ideas…) about an awareness of cultural tradition and about the adequacy of art works, their expression and their themes.

So I do suggest all this as a sort of quality management for artists before they release their work – and then the ontology question isn’t a big deal anymore…
This is sth. absolutely practical, hard work to do and makes clear that artists are normal people (please – who, with some brains does still think, that artists are better humans?) that need to take into account, that being cryptic isn’t a sign for better art, but just a way to hide things, that making l’art pour l’art statements is basically the fear, that ones own works aren’t good enough and need to be related to make up for lack and that showing a lack of technical skills isn’t a sign for a more emotional expression, but either showing a lack of technical skills, or making up for other lacks in different fields. We do deal a lot in art nowadays in between cycling our own circle, feeding personal paranoia and fears or copying lousy ideas – no wonder that art looks that way.

And:
People are interested in our work as artists – so why not using that? I think we have to start mediating (vermitteln?) what we do, but as well sweeping and cleaning our own mind.
Then we can forget about ontology…
Who cares anyhow?

Mark Staff Brandl said...

I understand --- yours is a great answer, by the way, and I certainly do NOT think you are wrong at ALL,--- I think you are strrikingly crrect --- but I believe that the (supposed) questions of ontology which have become naught more than illustrations and jokes in the artworld, generally are conflations of the three aspects I put on my list (Caegorica -- evaluative --- taste) --- and truly, I think your proposal in that essay/post is radical and in fact a radical abandonment of ontology --- you are actually asking the question "What can art do?" which is Pragamatics (in the Wm.James' philosophical sense, not the way people usually mean that as "how can I make money from it" or get famous or whatever).

You are asserting that one must seriously personally contemplate the question of the FUNCTION of art, which is not its definition,... I know I'm being picky,... but by nailing that down, your proposal becomes all that MORE radical and important, ... and clearer. So, actually I was suggesting not a criticism of your idea, but rather acting as an editor. I think when you address this in the future you should drop the "definition of art" stuff (which in other people --- not you --- generally leads to "ooh, everything is" and all that quasi-hippie stuff or "whatever the market says" that quasi-yuppie crap). I think you should look to the words "function", "epistemology" and so on, because that is really what you are contemplating. And although there are probably only about 100 of us (you me, and a few) who really care, that is INDEED a row of important questions you brought up. All change begins witha very few people openly asking questions. You are certainly someone who does that.
MSB

max (alex Meszmer) said...

Well, you are right concerning the function/definition question. In a way it is a question of the actual “Kunstbegriff” (how to translate that?), which is more the allround word and contains more than just function or definitions, because that should take into account as well sociological and historical aspects, actual philosophical ideas, psychological questions, basic ideas and questions of actual society and politics and so on.
I don’t know, wether I am one of few asking questions – I always hope I am not – because that sounds so “elitaer”. Things don’t work well – how to change them to better; that are the questions, that everybody HAS TO ASK! We already had enough simple solutions that didn’t work or complicated illusions that neither did…

Anonymous said...

Beuys hat nicht, wie erwähnt mit Utopien experimentiert, vielmehr hat er den Kunstbegriff in seiner Erweiterung, in ein reales Verhältnis zur Wirklichkeit von Mensch und Erde gerückt !
Wir leben heute durch die verschleierte Manipulation des Wissenschaftsbegriffs, des Geldbegriffs in einer Scheindemokratie, die von Wirtschaftsinteressen determiniert bleibt. Es braucht neue Geldkreisläufe
freie Universitäten und freie Kulturvermittlungen,
in den das Geld als Rechtsdokument, nicht länger als Wirtschaftswert kursiert !
dann erst ändert sich was....

ELIAS WUNDERSAM
www.kuenstlerarchiv|herbertkopainig

max (alex Meszmer) said...

Beuys war ein Wirrkopf, der seinen Steiner nachgebetet hat und mit einem utopischen Sendungsbewusstsein ausgestattet war, dass sich auch aus seiner Vergangenheit - die nicht immer nur positiv war, denn aus lauter Spass an der Freud wird man nicht Bordmechaniker in Jagdfluzeugen - speiste. Solange es dieses utopische und weltverbessernde Bewusstsein in der Linken gab, hängte er sich dort an. In seinen späten Jahren suchte er gefährlich die Nähe der neuen Rechten in Deutschland und biederte sich dort an.

Beuys ist ein typischer Utopist: Er möchte die Welt verbessern, aber nur auf seine Weise. Utopisten wissen immer genau wie es geht und der Schritt vom Utopisten zum Diktator oder zum Tyrann ist ein sehr, sehr kleiner.

Die Erweiterung des Kunstbegriffs von Beuys hat, genauso wie die Erweiterung von Warhol zu der Situation beigetragen, in der wir uns heut befinden:
Jeder darf bestimmen was Kunst ist und vom Strohblumensträusschen bis zur Stahlskulptur kann sich auch alles unter diesem Begriff subsumieren.

Da liegen die wirklichen Schwierigkeiten.

Anonymous said...

Beuys war ein Klarkopf, der Steiners Geistes-wissenschaft kreativ weiterentwickelt hat. Wie man leichtfertig Menschenbiografien interpretiert, können wir in jeder Tageszeitung lesen. Auch die langweilige links-rechts-Polarisierung, die Weltverbesserer-Schimpftirade, wirkt auf Beuys angesetzt doch schon etwas inkompetent.

Schauen wir doch hin wo sie alle sitzen, die Funktionäre und Diktatoren der KUNST!
Und Alex Meszmer möchte er gern allgemeingültig bestimmen, was Kunst ist und was nicht ??? ganz
wie es in der "Ersatzkreativität" des kuratorischen Verwaltungsapparats gängig Praxis ist !

Elias Wundersam

max (alex Meszmer) said...

Was Kunst ist, ist eine Definitionssache. Diese ist abhängig vom jeweiligen Kunstbegriff. Der Kunstbegriff bildet sich aus einer Vielzahl von Komponenten: Zeitgeschichte, individuellen Biografien und vor allem aus der individuellen künstlerischen Tätigkeit von Personen zu bestimmten Zeiten.
Es gibt weder Lichtgestalten, noch Führer, denn dies ist eine Illusion.
Beuys hat aus seiner individuellen Biographie und dem Zeitgeschehen Arbeiten entwickelt.
Weder Beuys noch Steiner konnten Entwicklungen in der Zukunft und damit in unserer heutigen Zeit voraussehen, denn sie agierten in ihrer Zeit.
Ihre Aussagen behalten eine gewisse Gültigkeit und werden gleichzeitig durch neue Entwicklungen relativiert - ohne Wertung erst einmal, und dann mit Wertung, denn es geht um die Überprüfung von Ideen aus neuen Perspektiven.

So erhalten beide, Beuys und Steiner, erst aus der Distanz zu ihrer Existenz, eine wirkliche Wertung, Einordnung und Evaluation ihrer Ideen - und sie müssen diese auch ertragen, aus der Distanz, denn sie sind schliesslich tot.
Ob diese Wertung sich schliesslich relativiert, wird in 10, 20 50 oder 100 Jahren diskutiert werden müssen.

Beuys zu mystifizieren, führt nur dazu ihn nicht mehr antasten zu dürfen und führt dazu, dass seine Ideen langfristig in Vergessenheit geraten. Deswegen muss vor allem er und seine Ideen auf einen historischen Prüfstand, und auch seine Anhänger müssen es sich gefallen lassen, dass er nicht nur mit Verehrung und Weihrauch begrüsst wird, sondern in einem analytischen Licht und einer versuchten Objektivität betrachtet wird.

Zu bestimmen, was Kunst ist, ist mir als Person eine viel zu grosse Aufgabe, die mich andauernd von meinen alltäglichen Aufgaben abhalten würde. Für einen Diktator bin ich ausserdem grundsätzlich zu sehr Anarchist. Einflüsse und historische Bedeutungen zu diskutieren oder unbequeme Fragen zu stellen, liegt mir da eher.

Anonymous said...

Wenn Alex Meszmer wirklich über die Ideen von Beuys und Steiner hätte reden wollen, wäre man vielleicht zu einem interessanten Austausch gekommen. Zu lesen gibts aber nur von der altbe-kannten Angsthasenmanier, über beweihräucherte
Lichtgestalten und angebetete Führer. Das ist aber
nur die andere Hälfte und andere Variante von
Personen-antikult, ....einfach langweilig.

Die Zukunft entsteht jetzt... eben aus langweiligen oder aber interessanten Gedankenstrukturen.

Elias Wundersam

Mark Staff Brandl said...

I think too, that actually you both agree in many ways you cannot see.

I would add that mystifying DUCHAMP and Warhol has been a great disservice to the artworld, one leading to the deification of the curator, and oddly enough, to the careerist ass-kissing role of the contemporary artist. A role far FAR worse than "Weltverbesserer" or "Selbst-qualender van Gogh, " the second of which serves Hollyood well, and the careerist serves Wall Street well. I think we need more artists, and humans in general, with highly critical desires to improve the world, but with pragmatic and analytic approaches. And some humor. And less ass-kissing "Filzbau."

Mark Staff Brandl said...

Also --- while I'm carrying on. I think the Germanic idea of "Kunstbegriff" is dangerous; it very Romantically mixes two conceptions, much as Beuys more muddy statements do: Ontology and Epsitemology (if not more). The important question is no longer the definition of art (that is now fixed in a highly manneristic misunderstanding of the Danto-Dickey Institutional theory in nthe artworld right now), but rather Epistemology --- not "What is art" but "What can we learn from art?”

max (alex Meszmer) said...

Yeah you are right Mark, and I can see, that we do agree in a lot of ways - the only thing I don't like is the religious glorification of Beuys, which leads to the point, that he can't be critisized (I have the impression the discussion is mainly about that and not about the critical points).

Mystification always leads to the point, that you can't talk about ideas and conceptions properly anymore.

Hmm - Interesting - in that way, if I understand you right, the angloamerican problem in the art is ontology - and the germaneuropean would be epistemology - or a paedagogical one?

I could agree on that.

That would explain a lot.

Mark Staff Brandl said...

I thoroughly agree about the "making holy" of any figure --- it thoroughly destroys real understanding. Saint Marcel, etc. ad infinitum ad nauseum. Z.B.: Beuys did a performance where he made a sign saying that "Das Schweigen von Marcel Duchamp is überbewertet" --- I agree and it was a faked silence anyway. nevertheless, when I made a "Cover" painting stating "Das Reden von Joseph Beuys ist überbewertet" I was serously attacked by a couple journalists.

I don't think ontology is a viable question to ANYONE at all anymore --- yet it remains a dangerous quasi-mystical obsession of German speakers (and German-Americans) and melancholic mannerists (like French deconstructivists). The definitiuon of art has deadlocked in the highly manneristic production of "unsaleable objects" (a lie --- they are the most sold and most expensive parts of the artworld) illustrating a received notion that "anything is art if it is presented as art." That seems to indeed be true, yet a truism with no (no longer) any content, shock value, any stimulation, any meat on its bones.

My belief is that other philosophical questions would be far more productive --- and certainly NOT a thorough abandonment of philosophy as some preach. I find particular stimulation in epistemology and philosophical pragmatism, but there are other realms too.

I think the problems are the same in the entire Eurocentric world, Europe, US, S. Am., Russia, even lots of China, it appears. There has long beeen no one even slightly Messianic, the problem is a reactionary mix of commerce and consensus.

max (alex Meszmer) said...

I don't believe it is so easy as to make it just a problem of commerce and consensus. Both just are the symptoms of the game.

I think the biggest problem - not only in the art world - is taking responsibility for ones own actions, surplus thinking about that before even doing sth.
Like Gregor Schneider, just blablaing out sth. about people dying in one of his installations and for sure getting the spot of the audience for that.

Then there still is a strong believe amongst artists that they are the better human beings - that would be sth like Platons idea of philosophers being better humans - which is not the case and just bloody bullshit, but gives the possibility to do everything as an artist - that would be the combination of romantic selfidea of artists plus duchamp habit.

Beuys idea of "Jeder ist ein Künstler" (btw. a friend of mine once did an answer to that, too, it was a drawing saying, Der Tod von Josef Beuys wird überbewertet!) plus Warhols Popmania opened art to a big all is pretty shop party. And responsability got lost there finally.

Art as we have it, (especially most of the big hits) is of no use. There is no real function, there is no explanation, why anybody should give money for that, and there is no fun, no passion, no emotion behind it.
As soon as an artist feels responsible for what he/she is doing, he needs to feel some passion for that (and for sure there are the passionate ones, that do have other lacks...).

In a way we circle around in the same cubus all the time...
Wouldn't it be time to break out? Anybody an idea where is the door?

Mark Staff Brandl said...

Es tut mir Leid, das ich dieses Gespräch von Deutsch zu Englisch umgeleitet habe, Elias! Aber Alex kann Beide sehr gut, und ich kann solche schwierige Fragen spontan besser ind Englisch fassen!

I did a Cover painting once with the phrase "Painting Makes a Better Door than a Window" --- I'm with you there! Also you are right --- the symptoms must be attacked by offering criticism of bteh causes --- and potential ways out! Good comments. Even if those "answers" offered are wrong, in the long run, they serve as inspiration anyway in the short run. And of course the beginning of tghe answer lies in taking responsibility for yourself, butr unfortnautely that is EXACTLY what is discouraged (and hypocritically mouthed) in our institutions now. One answer would be to begin to encourage ACTUAL self-sponsored activities in the Kunstschulen und so (nicht "warten auf Kuratoren" oder "launching of your international career" oder "arsch-kriechende Filzbau" als Modelen, wie jetzt). Another would be (once again) artist-run spaces (but "powers that be" generally boycott these) and even artist-centered art fair presences as Murakami attempted. Certainly the blogosphere has helped. Here at the Swiss-Art SF we get "only" about 8000 hits a month, but have about 2000 regular readers, not bad in CH, and the Sharkforum in the US has 40000 regular monthy readers, about one million hits per month. Edward Winkelman's blog has even more. It shows a hunger. Not only artist must be de-mystified, hiwever, more importantly the "Consensoriat" power clique needs to be demystified and de-powered. As African Americans say, free your thoughts and your ass will follow.

max (alex Meszmer) said...

yeah. well in the part of the "power-clique" I am definetly to much an anarchist, to think, that self declared power is not power...

And that there is the idea of power for them, maybe, plus the ones to serve, but that this can be reversed very quickly...

I think there is already a big movement to come back to terms, that art is important and not the market. I read some interesting thoughts of a economy specialist, who says about the same things about economy:
that the idea of "the market finds its rules" definetly doesn't work and that there will be more trouble, when not seen...

market and art being so near, this will hit both...

Mark Staff Brandl said...

Yes! And a HARD hit is coming apparently (as I hear from some experts). I personally don't find that so bad ---- also rather anarchistic, I suppose.

max (alex Meszmer) said...

Well, we are in need for a change, and sometimes it needs hard hits to change things...

M Lingner said...

Die selbstreflexiver Prozeß kulminierte schließlich in der Conceptual-Art der 60er Jahre. Unter der Voraussetzung, daß die künstlerische Praxis immer untrennbar mit der Definition eines Kunstbegriffs einherging, war es nur konsequent (obwohl philosophisch fraglich), wenn die Conceptual-Art auf jegliche Materialästhetik verzichten wollte und auf eine rein wortsprachliche (u. realitätsfern) Definition des Kunstbegriffs zielte. Aber auch diese Definition spielte sich immer noch auf dem zumeist als Negativfolie dienenden Hintergrund bestimmter gesellschaftlicher Vorstellungen über Kunst ab, obwohl sich die Conceptual-Art ausschließlich als ein Kommentar über Kunst verstand. Die Hermetik dieser rein kunstinternen Orientierung wird bei den Neo-Conceptual-Artists der 90er Jahre kommerziell übertroffen, weil sie sich offenbar auf überhaupt keinen bestimmten, weder gesellschaftlich noch künstlerisch geprägten Kunstbegriff mehr beziehen. Nicht der Begriff, sondern der Kunsthandel (oder die Karriere) selbst bildet den ausschließlichen Bezugspunkt für ihre künstlerischen Entscheidungen.

max (alex Meszmer) said...

Genau auf den Punkt gebracht. Danke.
Wobei ich denke, dass die akademische Orientierung des konzeptuellen Kunstbegriffs zu dieser Entwicklung geführt hat.
So sind wir also an einem Punkt, wie im 19. Jh. angelangt, bei dem die akademische Ausbildung und die Entwicklungen in der Kunst nicht, wie eigentlich gehofft und durch eine, durch die Moderne geprägte Weltsicht angenommene, Idee, dass durch die "moderne" Kunstausbildung Versehen, wie die Nicht-Beachtung von neuen Entwicklungen, systemimmanent ausgeklammert werden können, dazu führen, dass neue Entwicklungen sofort erkannt werden können.
Eigentlich sind wir in einem noch langweiligeren l'art pour l'art Kreisluaf gelandet, wie wir ihn vor 150 Jahren schon einmal hatten und müssen fragen, wo die Weichen lagen, die dazu geführt haben.

Als ich eine solche Ansicht vor etwa 10 Jahren während einer Jahresausstellung an meiner Akademie bemerkte, wurde ich verbal hingerichtet...

Mark Staff Brandl said...

Genau gleich bei mir is es auch passiert, Alex! Und wir beide haben uns eigentlich AUS dem "extended" Möglichkeiten der Kunst --- unerwünschter Kindern des Conceptual Arts vielleicht --- entwickelt.

max (alex Meszmer) said...

Nun, ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass es genug denkende Menschen gibt, dass wir nicht die Einzigen sind, Mark. Denn dass fände ich wirklich bedenklich.

An sich sollte man doch mit einem einigermassen funktionierenden Reflektionsvermögen auf ähnliche Schlüsse kommen...

Anonymous said...

Denken, soweit es sich nur analytisch betätigt, sklerotisiert ins mineralisch Tote. Um in diesem Zusammenhang nochmal auf Beuys zurückzukom- men, wollte er doch mit seiner Aktion "wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt", mit Honig auf dem Kopf darauf hinweisen, dass das intellektuell tote Denken, lebendige Substanz (Honig) bekom-men muss, um dann auch lebendige Erfahrungen, neue Erkenntnisorgane entwickeln zu können.

Ausdruck und Aussage eines Kunstwerks, sofern es denn eines ist, ist Ursache einer kontempla-tiven, nicht diskursiven Erkenntnis, welche der Ratio unzugänglich ist. In diesem Begriff erweiert Kunst die Sinnesorgane, anders als das Denken es tut. Die Wirklichkeit wird im erweiterten Erkennen geschaffen. Erkenntnis ist damit weder subjektive
Vorstellung, noch Abbildung einer Objektivität, sondern Produktion derselben, Intuition...
...erweiterte Sichtweise, die nicht in der ratiover-
stümmelten Erkenntnis nur Totes seziert, sondern an jenem, hinter dem Sinnlichen schaffenden Ideenzusammenhang des Lebendigen, künstle-risch mitplastiziert.

Elias Wundersam

max (alex Meszmer) said...

Nun, vielleicht können wir uns darauf einigen, dass auch Beuys' intuitive Erkenntnis nicht weiter geholfen hat und Beuys Aktionen ohne seine individuelle Anwesenheit sehr schnell an Aktualität und Brisanz verlieren.

Sie funktionieren in ihrer Zeit und durch seine Person. Seine Arbeiten als Bodensatz seiner Vorstellungen bleiben verhalten, und wenn sie nicht durch einen Blick verklärt werden, durch den sie rein intuitiv erfahren werden sollen, sind sie der historischen Diskussion ausgeliefert, die auch bedeutet, sie müssen sich anderweitig bewähren.

Dann bleiben die Arbeiten reine Illustrationen eines vergangenen subjektiven Ideengebäudes und müssen sich auf das beschränken, was sie sind:
anekdotische Analogien zu einer utopischen Idee eines Weltverbesserers.

Anonymous said...

o.k. das würde dann heissen, was sich durchsetzt, hat Gültigkeit ?? die Macht des Stärkeren, mag ja unter Tieren eine Weile scheinbar Gültigkeit haben, der Schwächere wird gefressen...auf den Menschen angewandt wurden meistens die Schwächeren unter Trümmerhaufen des Krieges begraben !

Wenn wir von Historie reden wollen, dann sollten wir sofort auch von Geschichtsfälschung und Geschichtsverlust sprechen. In diesem Zusammen-hang darf man das sich chameleonartige Instru-ment der Manipulation, nicht aus den Augen verlieren, die gerade durch subjektive (nur gescheite) Ideengebäude heute zustande kommen kann !

es gibt neben der Geschichtsfälschung auch eine Kunstfälschung. Objektive Wahrheiten ändern sich, sind in Bewegung. Was gestern wahr war, ist heute vielleicht grundfalsch...

Die Kunst, die wir heute zu sehen bekommen dürfen, wird von Kriterienverwaltern und Kuratoren manipulativ bestimmt ! Was wir nicht sehen und vielleicht auch noch nicht verstanden haben, ist aber auch vorhanden ! Auch dann, wenn es in Museumsdepots verschwunden oder gar auf Müllhalden verschrottet wurde....es ist nicht vernichtbar !

Elias Wundersam

max (alex Meszmer) said...

Warum immer gleich mit den grossen Verschwörungstheorien kommen?
Wenn ich die Macht über etwas bei anderen Menschen vermute, bin ich unfähig zu handeln.

Grosse Reden schwingen hilft da dann auch nicht mehr, oder die Welt anklagen.

Die Welt beginnt im Kopf.

Wir leben in einer demokratischen Gesellschaft, die zwar nicht alle Prinzipien lebt, die Demokratie versprechen kann, aber zumindest diese Möglichkeit lässt immer etwas zu ändern. Änderungen beginnen im kleinen, im persönlichen und individuellen.

Wenn ich das System anklage, weil das System ein System ist, kann ich auch den Mond anbellen.

Anonymous said...

Menschen die bellen, reden nicht mehr.
Ist schon gut an die Demokratie zu glauben,
nur wenn es denn eine scheinbare Demokratie
wäre, müsste dieser Glaube in die Irre führen....

Elias Wundersam

max (alex Meszmer) said...

1. Es gibt keine scheinbare Demokratie.

2. Wenn Beuys Gott ist, bleibe ich gerne Atheist.

Anonymous said...

hallo ! das Werkschaffen von Beuys hat für mich einfach eine gewisse Bedeutung, unter vielen anderen künstlerischen Manifestationen. Ich betreibe keinen Personenkult, schon gar nicht einen Anti-Personen-kult ! Führen wir hier ein Gespräch oder ein profanes Verunglimpfen?...

und die Welt beginnt im Kopf ?.....bei dir sicherlich auch zunächst einmal im Bauch deiner lieben Mutter!

Elias Wundersam

max (alex Meszmer) said...

Nun gut, jetzt sind wir persönlich geworden, lieber Elias Wundersam:

Beuys hat für dich und deine Genese eine gewisse Bedeutung - was bedeutet, er gehört für dein Universum des Kunstschaffens dazu.

Für mich tut er das nicht, denn er war schon tot, bevor ich richtig angefangen habe Kunst zu machen. Ich habe über viele Jahre versucht heraus zu finden, was an ihm und seinem Werk dran ist, dass er den Blick verklärt und Menschen ins Schwärmen geraten lässt und ich habe versucht, zu verstehen, was viele Künstler einer Generation vor mir (Walter Dahn und andere) soweit gebracht hat, ihn als Vorbild zu nehmen, denn das war Beuys für mich nie und auch alle Versuche ihn dazu zu machen, sind gescheitert.

Ich halte ihn für einen wichtigen Künstler des 20. Jh., nur ist mir der Personenkult absolut suspekt.
Für mich zählen und zählten andere Vorbilder und alle Versuche Beuys durch mysthische Erklärungen noch dazu zu stellen funktionieren für mich schon aus dem Grunde nicht, weil ich finde - genau betrachtet ist er sehr durchschaubar.

Nun hilft es nichts, wenn wir uns darüber streiten, weil der springende Punkt für dich nicht rational erklärbar ist und ich mich weigere, der Mystifizierung zu folgen.

Mich erinnert die Situation sehr an eine Diskussion, die wir vo etwa 15 Jahren an der Akademie hatten, als eine Studentin ein Referat über politische Kunst in den 70er Jahren hielt. Sie konnte es nicht verstehen, dass man sich als Künstler mit politischen Themen so sehr veflechten konnte, dass die eigene künstlerische Arbeit ebenfalls politisch orientiert wurde und sie stellte die ganze Zeitgeschichte sehr ironisiert dar.

Einer der betreuenden Professoren, der die Zeit miterlebt hat, fühlte sich persönlich betroffen und persönlich angegriffen durch die Ironie, weil für ihn dadurch seine individuellen Überzeugungen durch den Kakao gezogen wurden.

Was dabei aber passiert ist, ist, dass sich lediglich eine andere Generation, mit anderen Vorstellungen mit Themen der Vorgänger auseinandergesetzt hat und zu dem Schluss kam, dass sie deren Motivationen nicht mehr nachvollziehen kann.
Die erste mögliche Reaktion ist dann die Ironie, der Sarkasmus oder im besten Fall, der Humor.

Zeitvorbilder sind nun einmal Zeitvorbilder. Wenn sie sich nicht bewähren, dann werden sie vom Sockel gestossen - was wir in den letzten Jahren immer wieder eindrucksvoll beobachten konnten.
Dadurch entsteht aber erst die Möglichkeit, sich wirklich mit den Werken und der Bedeutung der Arbeiten eines Künstlers auseinanderzusetzen. Dazu gehört auch: eventuell frühere Urteile zu revidieren, anzupassen und zu ändern.

Das geschieht nicht immer im Einvernehmen mit den Fans oder Anhängern, denn ein zu grosser Idealismus eines Vorbilds verklärt den Blick.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Wir können nicht darüber einige werden und einen Konsens über die Bedeutung des Werkes von Beuys erreichen.

Und:
Wo die Welt beginnt, ist Ansichtssache.
Im Bauch der Mutter beginnt ein biologisches Leben.
Was daraus wird, das geschieht im Kopf.

Anonymous said...
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Anonymous said...

danke, Alex Meszmer, hier hast du liebenswerter Weise die Umkehr zu einem geistreicheren Gespräch angetreten.
In der Tat befinden wir uns es doch individuell bedingt, auf unterschiedlichen biografiischen Wegstrecken. In der künstlerischen Arbeit verbinden sich bei mir Kopf, Herz und Hand,
zu einem untrennbaren Zusammenspiel von Gedanken, Gefühlen und Taten.

In meinen künstlerischen Auseinandersetzungen über den Beginn des biologischen Lebens im Bauch der Mutter Erde z.B. , habe ich gelernt, die männliche Tendenz zur kopflastigen Wahrneh-mung, von einer mehr weiblichen Hälfte, nämlich der, in der Mutter stattfindenden Empfänglichkeit, erweitern zu lassen...

Vielleicht ergibt sich eine andere Gelegenheit dann
zur Fortsetzung dieses Gesprächs.

Elias Wundersam