Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

25 January 2007

Max: Kulturmedien trocknen aus!

Eine kleine Anmerkung am Rande, weil es gerade wieder mehr als aktuell ist:
Unbemerkt schleicht die Verarmung der Kulturmedien daher. Nachdem das Tagblatt den Kulturteil merklich zusammengestrichen und Teile fast unbemerkt unter den Tisch fallen lies, zieht die Thurgauer Zeitung nun nach. Von Kulturredaktionen mag man da kaum noch sprechen, eher von Agenturberichtverwaltungspositionen. Abgesehen davon, dass wichtige Arbeitsplätze im Kulturbereich einfach so verlorengehen, verstummen für uns Kulturschaffende wichtige Möglichkeiten unsere Arbeit in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Die Thurgauer Kunstgesellschaft hat in ihrer letzten Sitzung auf diesen Umstand aufmerksam gemacht (TZ 23.1.07). Eine lebendige Kunstszene braucht die Medien zur Unterstützung ihrer Arbeit, denn diese wird erst durch Vermittlung bekannt. Und das ist in der Provinz wichtiger denn je. Vor allem in einer so aktiven wie in der Ostschweiz!

3 comments:

Mark Staff Brandl said...

Jawohl Alex! Und lebendige Medien braucht die Kunst um ihre Leserschaft zu behalten, oder sie werden sie an den Internet Blogs usw. verlieren --- was teilweise schon unterwegs ist --- Siehe "Craig's List", was Classified Ads aus der ganzen Welt "stehlt", oder Sharkforum.org in den USA, wo wir eine Leserschaft von c. 65'000 pro Monat haben (und diese Swiss Art Sharkforum hat schon ein Hundert Hits pro Tag und steigt ständig).

schakim said...

Die USA mit der Schweiz zu vergleichen ist vermutlich ähnlich skuril wie einen Elefanten mit einer Maus ... :-) Naja, in beiden pulsiert Leben. Auch in diesen Shark-Foren.

Informationen sind übers Netz schneller verfügbar als über eine Zeitung, die von Bushaltestelle zu Bushaltestelle weitergereicht wird. Das merkt auch ein "Bünzlischweizer". Dafür kann man mit einer Zeitung noch Papiermaché herstellen.

Um auf lokale Kunst aufmerksam zu machen sind ja manchmal die herkömmlichen Plakatwände auch nicht das Schlechteste - jedenfalls spannender als diverse Köpfe, die für eine Partei gewählt werden sollen ...

Schakim

max said...

Blogs sind gut und halten auf ihre Weise die Interessierten auf dem Laufenden.
Nur Blogs sind nicht alles. Es gibt immer noch genug Menschen, die aussschliessliche über analoge Medien funktionieren.
Und analoge Medien verfügen immer noch über einige Vorteile den virtuellen Medien gegenüber.