Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

21 April 2017

Dr Great Art Podcast epsiode 11, "Syncretism, Easter, Mongrel Art"


The newest Dr Great Art podcast, Episode 11 ! Syncretism, Easter, and Mongrel Art! Syncretism is the blending, layering and uniting of different beliefs of various schools of thought. Easter is the holiday most evidencing syncretistic thought. Mongrel Art is a syncretistic form of art. Democratic Art syncretistically involves people outside the field of art in artistic processes.

http://drgreatart.libsyn.com/episode-11-syncretism-easter-mongrel-art

27 March 2017

Dr Great Art New Podcast, Episode 10: "Why Art History?"







The newest podcast episode (Nr. 10)! Dr Great Art: "Why Art History!" What are the lessons art history can teach us? The lessons of art history are that they are lessons. That is a tautology, but an illuminating one worth elaborating upon. It is necessary to know history as personal empowerment for artists: to test the present with the often surprising facts of the past, to note how and why "official" history has often changed; second, to discover one's own personal, vital ancestry; and finally, in order to criticize and change art history.
http://drgreatart.libsyn.com/episode-10-why-art-history

08 March 2017

Dr Great Art Episode 9: "Mannerism is Now!"





The newest podcast episode (Nr. 9)! Dr Great Art: "Mannerism is Now!" A short Artecdote about how our time, Postmodernism, resembles and indeed IS a form of Mannerism.
http://drgreatart.libsyn.com/episode-9-mannerism-is-now

19 February 2017

Dr Great Art Episode 8: "African Art Survey Problems" in Teaching



The newest podcast episode! Dr Great Art: "African Art Survey Problems." A short Artecdote concerning the difficulty in teaching an overview, or intro survey to Sub-Saharan African art, plus a free art image bank to download. Link to podcast: http://drgreatart.libsyn.com/episode-8-african-art-history-the-survey

Image bank link: http://brandl-art-articles.blogspot.ch/2016/10/african-art-course.html

15 November 2016

Dr Great Art Podcast Episode 3: "Pluralism, PluralismS, Schmuralism"

 
 
Re-historicizing Pluralism in art. It is claimed to be a unique change and to reign right now, yet it is not so new and has a past. Pluralisms have occurred at least 7 times before. 

07 November 2016

Martina Morger Ausstellung Galerie Hollabolla Eschen, Liechtenstein, Vernissagerede Nov. 2016














Martina Morger
Vernissagerede 6. Nov. 2016
"Think of Yourself as a Machine"

Ich könnte lange über Martina Morger und ihre Kunst erzählen, denn sie ist schon eine sehr interessante und komplexe Künstlerin. Eine angehende Künstlerin, aber bereits mit einer unglaublichen Vielschichtigkeit. Es freut mich, dass sie hier schon ausgereifte Arbeiten zeigen kann.
Ich kenne Martina erst seit 3 Jahren. Sie war im Vorkurs der Kunstschule Liechtenstein, wo ich ihr Kunstgeschichte beigebracht habe. Wir haben uns sofort verbunden, "bonded" gefühlt. Wir haben sehr ähnliche Vorgehensweisen zu Leben und zu Lernen; wir sind sogenannte "shotgun intellectuals", "Schrottflinte Intellektuelle", geistig breite Interessen habende Mischlinge. Ich betrachte sie gern als geistige und ästhetische Tochter!
Martina sagte mir schon ein paar Mal, dass ich an ihrer Multimedialität mindesten teilweise "Schuld" habe. Das freut mich sehr! Als ich vor kurzem mit ihr über diese Ausstellung gesprochen habe, hat sie mir erzählt, dass sie gerne mehre Leben hätte, um auch Astrophysik zu studieren. Amüsanterweise, hatte ich kurz vorher zu meiner Frau bemerkt, dass ich wünschte genügend Zeit im Leben dafür zu haben, auch ein Archäologe und ein Physiker zu werden! Klein Martina wollte auch Archäologin werden. Moll moll, Künstlerin Morger und ich sind verwandt.
Martina hat schon ein ereignisreiches Leben, und ich bin sicher, sie wird so weitermachen und während ihres ganzen Lebens expandieren und wachsen.
Martina Morger bekam ihr erstes Diplom von der Universität Zürich in 2010 in Publizistik und Kommunikations-Wissenschaft (übrigens meine Doktor-Alma Mater Schule). Aber DANN geschah etwas Spannendes! Sie ist nach Kapstadt in Südafrika gereist, um in Publizistik zu arbeiten und neue Erlebnisse zu sammeln. Dort angekommen, engagiert sie sich in Fotografie und Tanz, insbesondere African Modern Dance, in Performance. Folglich, mit 22 Jahren, entschloss sie sich, Künstlerin zu werden! And she has succeeded!
Ihre erste Ausstellung war in 2012. Zurzeit setzt sie ihre Studien an der ZHdK in Mediale Künste fort. Martina konzentriert sich da an Inter- und Multimedialen-Arbeit: Performative Malerei und Sound-Installationen. Ziemlich aufregend!
Ihre Kombinationen liegen mir sehr am Herzen --- und am Herzen der Zeit. Ich und mehrere Kunstkollegin und -Kolleginnen machen Kunstwerke, die ich "Mongrel Art" nenne. Morger auch!
"Mongrel" ist ein Wortspiel; es ist Englisch für "Strassen-Mischlingshund" --- ein Bastard. Wir sind gegen Purismus, finden es moralisch und politisch fragwürdig --- zu viel Inzucht in der Kunst. Über Grenzen schreiten, Lücken schliessen, Kreuzen.
Ich bin vor allem für Kreuzungen zwischen Installation, sequenzieller Malerei, Schriftmalerei, bekannt --- die mitunter sogar Vorträge als Performances beinhalten, der "Dr. Great Art" Projekt.
In ähnlicher Weise, aber ganz selbstständig, macht Martina reizvolle Kreuzungen zwischen Malerei, Installation, Computer/Digitale Kunst, Tanz und Performance. Lassen Sie mich eine kurze, oberflächliche Erläuterung ihres Prozesses in diesen Werken jetzt präsentieren:
Morger hat etwas wie ein Rezept erfunden oder besser gesagt, eine neue Form des Notenblatts geschaffen. Ihr Vokabular besteht aus 100 verschiedenen Instruktionen. Sie nahm diese mit einem Tongerät auf, und gibt sie in ein Computerprogramm ein. Da gestaltete sie einen "Flow Chart", ein Ablaufdiagramm von möglichen Aktionen --- kurz einen Algorithmus.
Dieser Algorithmus randomisiert die Sound-Befehle und spielt diese in kleineren Sets von 20, 40 oder 60 Minuten ab. Martina folgte dann ihren eigenen Anweisungen. Sie malte in Schwarz, Weiss, Gelb, Grau, und Blau und wie befohlen. Auf Leinwänden, wie man hier sieht, aber auch auf sehr sehr grossen, ungespannten Leinwandstücken, welche sie später zuschnitt und aufspannte.
Typisch für diese Künstlerin, die Werke sind hoch-intellektuell, aber gleichzeitig auffallend körperbetont. In der Tat, Martina zeigt die potentielle Einheitlichkeit dieser zwei Aspekte in gut-gelebter Erfahrung auf. Eine gute und äusserst erfreuliche Metapher innerhalb ihres Prozesses selbst.
Die Ausstellung heisst "Think of Yourself as a Machine", ('Stelle dir dich als Maschine vor.')
Aber wie John Cage, der auch solche generative Verfahren brauchte, feststellte: Martina Morgers Technik ist in einer Dialektik drin und sucht kreative Kombinationen mit Humanismus und breiter sozio-politischer und mechanistischer Realität.
Darüber hinaus, Martinas Kunst suggeriert andere bedeutende Tropen: Grenzen zu missachten ist ein sehr bedeutungsschweres, politisches und soziales Simile --- über den formalen Gebrauch hinaus.
Aber nicht vergessen! Dies sind auch sehr visuelle, schöne Gemälde!
--- Dr Mark Staff Brandl

Dr Great Art Podcast Episode 2: "Art Mottos, Modernism and PoMo" and PoPoMo



My second, newest, Dr Great Art podcast is now up and ready to be listened to! "Art Mottos, Modernism and PoMo" and PoPoMo. 6 minutes. Fun art history facts and commentary.
http://drgreatart.libsyn.com/episode-2-art-mottos-modernism-and-pomo
http://drgreatart.libsyn.com/
or on iTunes podcast app store,
https://itunes.apple.com/ch/podcast/dr-great-art!-short-fun-art/id1167011656?l=en

Dr Great Art Podcast Episode 1: "Illegal to Teach Women Art"


Dr Great Art, the Podcast is up and running! You can get it at http://drgreatart.libsyn.com/rss or http://drgreatart.libsyn.com/
or on iTunes podcast app store,

https://itunes.apple.com/ch/podcast/dr-great-art!-short-fun-art/id1167011656?l=en
all for free!
The first episode is "Illegal to Teach Women Art." There were of course female artist at all times. Most simply have been ignored, or even later removed from mainstream art history. Worst of all, for most of history in the West and the East, it was illegal to instruct or train women to become professional artists at all! Come listen to short (5 min.) fun and educational art history artecdotes by Mark Staff Brandl.

30 October 2016

Peter Biedermann, Liechtenstein, Vernissage-Rede, Okt. 2016



Peter Biedermann, Bubu, "A Visual Music of Quiet Surprises"
Stein Egerta, Liechtenstein


Ich heisse alle recht herzlich willkommen zu der Ausstellung "Striped Patterns" von Peter Biedermann.
Ich habe Peter im Jahr 2008, also 8 Jahren, kennengelernt. Seit der Gründung der Kunstschule besucht er den Kurs "Malerei für Erfahrene" und 7 Jahre davon war er bei mir im Kurs.
Was für einen Kurs war es mit mir?

"Finde deinen eigenen Stil“ lautet das Motto der Malklasse für bereits fortgeschrittene und erfahrene Kursteilnehmer. Wer seine Maltechnik schon recht gut beherrscht, wie Peter, und auf der Suche nach seinem individuellen Ausdruck, seiner persönlichen Bildsprache ist, war hier genau richtig. In beratenden und unterstützenden Gesprächen mit mir könnten Probleme bei Bildaufbau und Anwendung von Techniken gelöst und neue Ansätze gewonnen werden. Das Reflektieren über die eigene Arbeit unterstützt den Prozess der Einordnung von malerischer Qualität und inhaltlicher Aussage. Dabei entwickelt sich ein Prozess des Lernens und der kritischen Sicht auf das eigene Werk. Unterstützt wurde diese Arbeit durch technische Hilfe bei der Aneignung traditioneller und gegenwärtiger Techniken, wie Öl und Acrylmalerei, sowie durch Einblicke in die Kunstgeschichte und die Auseinandersetzung mit der aktuellen Kunst.

Deswegen, war Peter mehr als Student, eher Mit-Forscher!

Wir haben eine Überschneidung im Leben dazu: beide von uns haben ein aktives Interesse an der Insel Tortola, der Britischen Jungferninseln in der Karibik, wo ich und meine Frau gewohnt haben. Bomba Shack!

Ich war, also, Peters "Kunstberater" für jene Jahre, --- eher als Lehrer.

In Wahrheit, hat er mich kaum nötig. Er hat längst seinen eigenen Weg, gefunden; seinen eigenen Stil. Eine Herangehensweise, die ständig ändert und weiterentwickelt, aber er bleibt sich selbst trotzdem treu.

Geboren in 1960 in Vaduz, Peter ist echter Liechtensteiner. Er begann das Studium der Malerei ernsthaft in 1986, 1995 mit Bruno Kaufmann an der von ihm gegründeten Kunstschule Liechtenstein, wo Peter seit dann weiter gelernt hast, wie gesagt, 7 Jahren mit mir, früher u.a. mit Gert Gschwendtner, und zurzeit mit Martin Wohlwend.
Peter probierte in den vergangenen Jahren mehrere Maltechniken, Motive und Kompositionsformen aus, bis er an seinem eigenen Schwerpunkt gefunden hat: eine sehr persönliche Art der Abstraktion.
Er erwähnt Mark Rothko als ein künstlerischer Einfluss. Man kann auch leichte Spuren von Hans Arp oder Gegenwartsmaler wie David Row sehen.
Peter war immer eine Kombination von Kopf und Händen --- nicht nur in der Kunst. Wie er sagt, "Ich mache gerne etwas mit den Händen. Zuhause repariere ich alles Mögliche und bin ein Allrounder. Mir gibt die Malerei einen guten Ausgleich zu meiner kopflastigen Arbeit als Wirtschaftsinformatiker. Ich kann beim Malen ganz bei mir sein, alles andere ist dann Nebensache."
Peter schaffte Serien von Acryl-auf-Leinwand Gemälden. Meistens in Rot, Schwarz, und Weiss, aber gelegentlich experimentiert er mit Grün und anderen Farben. Sein haptischer Farbauftrag variiert sich: inkl. u.a. visuell erkennbaren Pinselstriche, Strichen mit vollem Pinsel aufgetragen, Farbe mit Tuschfeder aufgetragen, Farbe mit dem Handroller bemalt, usw. Jede Serie hat eine innere Einheit und einen Rhythmus. Und jedes Bild aus einer Gruppe beinhaltet mehrere leichte Unterscheidungen, Überraschungen, welche das Ganze erquicken. Es lohnt sich, nach Diesen zu suchen --- die erfordern aber konzentriertes Anschauen.

Peter, nennt sich Bubu – das ist sein Pfadi-Nickname. Ich nenne ihn nicht so, weil ich in Gedanken seine Motive, die "Images" in seiner Arbeiten so nenne: in meinem Gehirn, die "Xs", "squiggles", Schlieren, organische und geometrische Formen Formen sind 'die Bubus'.

Was ich allerdings in Peters Kunstwerken sehr schätze, ist dass die Serien nach gruppieren verlangen --- wie viele hier aufgehängt wurden --- die sind sehr installativ in Gefühle. Peters Kunst suggeriert kleinere Abweichungen als Bereicherung zu Gruppen-Einklang.

Dieser (am Anfang erscheinend) stille, bescheidene Mann, ist sehr fokusiert und selbstbewusst, mit einer trockenen-humorvollen Lebenseinstellung, und ein leises Lächeln, das auftritt, wenn man ihn besser kennenlernt. Er ist schon "authentisch", eines seiner selbst-ernannten, wichtigsten Ziele.

Peter sagt, "Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen der sie betrachtet." Das beschreibt und beinhaltet den Künstler selbst, aber auch uns, Kunstbetrachter und Betrachterinnen.

Die Gemälde hier sind einige sehr trocken und deskriptiv betitelt. Wie die Ausstellung selbst: "Striped Patterns", "Streifenmuster". Lassen Sie sich davon nicht täuschen. Es gibt viele sanfte Poesie innerhalb der Werken. Meiner Meinung nach, eine musikalische Lyrik: rhythmisch, Einheit in der Vielfalt und der Vielfalt in der Einheit. Also nenne ich Peter Biedermanns Kunst "A Visual Music of Quiet Surprises", "eine Musik voller ruhigen Überraschungen".

Danke. Geniessen Sie die Ausstellung!

Dr. Mark Staff Brandl, Oktober 2016