Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

30 October 2016

Peter Biedermann, Liechtenstein, Vernissage-Rede, Okt. 2016



Peter Biedermann, Bubu, "A Visual Music of Quiet Surprises"
Stein Egerta, Liechtenstein


Ich heisse alle recht herzlich willkommen zu der Ausstellung "Striped Patterns" von Peter Biedermann.
Ich habe Peter im Jahr 2008, also 8 Jahren, kennengelernt. Seit der Gründung der Kunstschule besucht er den Kurs "Malerei für Erfahrene" und 7 Jahre davon war er bei mir im Kurs.
Was für einen Kurs war es mit mir?

"Finde deinen eigenen Stil“ lautet das Motto der Malklasse für bereits fortgeschrittene und erfahrene Kursteilnehmer. Wer seine Maltechnik schon recht gut beherrscht, wie Peter, und auf der Suche nach seinem individuellen Ausdruck, seiner persönlichen Bildsprache ist, war hier genau richtig. In beratenden und unterstützenden Gesprächen mit mir könnten Probleme bei Bildaufbau und Anwendung von Techniken gelöst und neue Ansätze gewonnen werden. Das Reflektieren über die eigene Arbeit unterstützt den Prozess der Einordnung von malerischer Qualität und inhaltlicher Aussage. Dabei entwickelt sich ein Prozess des Lernens und der kritischen Sicht auf das eigene Werk. Unterstützt wurde diese Arbeit durch technische Hilfe bei der Aneignung traditioneller und gegenwärtiger Techniken, wie Öl und Acrylmalerei, sowie durch Einblicke in die Kunstgeschichte und die Auseinandersetzung mit der aktuellen Kunst.

Deswegen, war Peter mehr als Student, eher Mit-Forscher!

Wir haben eine Überschneidung im Leben dazu: beide von uns haben ein aktives Interesse an der Insel Tortola, der Britischen Jungferninseln in der Karibik, wo ich und meine Frau gewohnt haben. Bomba Shack!

Ich war, also, Peters "Kunstberater" für jene Jahre, --- eher als Lehrer.

In Wahrheit, hat er mich kaum nötig. Er hat längst seinen eigenen Weg, gefunden; seinen eigenen Stil. Eine Herangehensweise, die ständig ändert und weiterentwickelt, aber er bleibt sich selbst trotzdem treu.

Geboren in 1960 in Vaduz, Peter ist echter Liechtensteiner. Er begann das Studium der Malerei ernsthaft in 1986, 1995 mit Bruno Kaufmann an der von ihm gegründeten Kunstschule Liechtenstein, wo Peter seit dann weiter gelernt hast, wie gesagt, 7 Jahren mit mir, früher u.a. mit Gert Gschwendtner, und zurzeit mit Martin Wohlwend.
Peter probierte in den vergangenen Jahren mehrere Maltechniken, Motive und Kompositionsformen aus, bis er an seinem eigenen Schwerpunkt gefunden hat: eine sehr persönliche Art der Abstraktion.
Er erwähnt Mark Rothko als ein künstlerischer Einfluss. Man kann auch leichte Spuren von Hans Arp oder Gegenwartsmaler wie David Row sehen.
Peter war immer eine Kombination von Kopf und Händen --- nicht nur in der Kunst. Wie er sagt, "Ich mache gerne etwas mit den Händen. Zuhause repariere ich alles Mögliche und bin ein Allrounder. Mir gibt die Malerei einen guten Ausgleich zu meiner kopflastigen Arbeit als Wirtschaftsinformatiker. Ich kann beim Malen ganz bei mir sein, alles andere ist dann Nebensache."
Peter schaffte Serien von Acryl-auf-Leinwand Gemälden. Meistens in Rot, Schwarz, und Weiss, aber gelegentlich experimentiert er mit Grün und anderen Farben. Sein haptischer Farbauftrag variiert sich: inkl. u.a. visuell erkennbaren Pinselstriche, Strichen mit vollem Pinsel aufgetragen, Farbe mit Tuschfeder aufgetragen, Farbe mit dem Handroller bemalt, usw. Jede Serie hat eine innere Einheit und einen Rhythmus. Und jedes Bild aus einer Gruppe beinhaltet mehrere leichte Unterscheidungen, Überraschungen, welche das Ganze erquicken. Es lohnt sich, nach Diesen zu suchen --- die erfordern aber konzentriertes Anschauen.

Peter, nennt sich Bubu – das ist sein Pfadi-Nickname. Ich nenne ihn nicht so, weil ich in Gedanken seine Motive, die "Images" in seiner Arbeiten so nenne: in meinem Gehirn, die "Xs", "squiggles", Schlieren, organische und geometrische Formen Formen sind 'die Bubus'.

Was ich allerdings in Peters Kunstwerken sehr schätze, ist dass die Serien nach gruppieren verlangen --- wie viele hier aufgehängt wurden --- die sind sehr installativ in Gefühle. Peters Kunst suggeriert kleinere Abweichungen als Bereicherung zu Gruppen-Einklang.

Dieser (am Anfang erscheinend) stille, bescheidene Mann, ist sehr fokusiert und selbstbewusst, mit einer trockenen-humorvollen Lebenseinstellung, und ein leises Lächeln, das auftritt, wenn man ihn besser kennenlernt. Er ist schon "authentisch", eines seiner selbst-ernannten, wichtigsten Ziele.

Peter sagt, "Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen der sie betrachtet." Das beschreibt und beinhaltet den Künstler selbst, aber auch uns, Kunstbetrachter und Betrachterinnen.

Die Gemälde hier sind einige sehr trocken und deskriptiv betitelt. Wie die Ausstellung selbst: "Striped Patterns", "Streifenmuster". Lassen Sie sich davon nicht täuschen. Es gibt viele sanfte Poesie innerhalb der Werken. Meiner Meinung nach, eine musikalische Lyrik: rhythmisch, Einheit in der Vielfalt und der Vielfalt in der Einheit. Also nenne ich Peter Biedermanns Kunst "A Visual Music of Quiet Surprises", "eine Musik voller ruhigen Überraschungen".

Danke. Geniessen Sie die Ausstellung!

Dr. Mark Staff Brandl, Oktober 2016


23 October 2016

African Art Course




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