Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

28 October 2006

Max: "Die Kunst beginnt am Eingang" (Harm Lux)

Neues Ausstellen - mit diesem ehrgeizigen Aufmacher war die Tagung in der Karthause Ittingen überschrieben - ein viel versprechender Titel, der eine illustre Schar interessierter Fachleute in den Thurgau lockte. Organisiert von Markus Landert und Dorothee Messmer vom Kunstmuseum Thurgau, Paulo Bianchi, Ausstellungsmacher und freier Kunstpublizist und Sigrid Schade, Leiterin des ICS an der HGKZ, sollen die Ergebnisse der gestrigen Klausur und der heutigen öffentlichen Vorstellung im Kunstmuseum Thurgau, in der Zeitschrift Kunstforum vorgestellt werden. Fünf Positionen zeitgenössischer Ausstellungspraxis erhielten Raum um sich vorzustellen.

Martin Beck, der sich selbst in erster Linie als Künstler versteht, sieht das Kuratieren als einen Bereich der Berufspraxis von Künstlern, Er hinterfragt in seinen Arbeiten die Methodik des Kuratierens und die (vor allem künstlerische) Autorschaft. Am Beispiel der Ausstellung "Information" in der Wiener Sezession, 2006 - eine Zusammenarbeit mit der Künstlerin Julie Ault - stellte er seine Arbeitsweise vor: Die streng konzipierte Ausstellung stellt künstlerisches Handeln dar, als eine Befragung der Institution in der sie stattfindet (eingezogene Wände in der Wiener Sezession mit Fotografien von Felix Gonzales Torres), der Ausstellung als System (in der Rekonstruktion des Struc-Tube von George Nelson, einem funktionellen Hängesystem für Ausstellungen, das in Wien als auch als Skulptur fungiert), als Geschichtsarbeit (in der Reflexion von Architekturgeschichte an Hand von Paul Rudolph's Art-and-Architecture Gebäude an der Yale University, 1969) als Forschungsraum (durch die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Nonne Sister Corita Kent)und als politische Handlungsform (durch den Bezug zur Ausstellung "Information" im MoMA, 1970). Die intellektuelle Reflexion des konzeptuellen Kreativitätsprozesses belegt noch die kleinste Einheit der Ausstellung (Flächen, Farben, Ausstellungsarchitektur) mit Bedeutung, die, analog einem allegorisch-mythischen historistischen Gemälde, Schritt für Schritt entschlüsselt werden kann - ein akademisches Rätselspiel für intellektuelle Knobelfreunde in einer intertextualisierten Kunstwelt mit dem einzigen Anspruch der Kombination von Referenzen.

Moritz Küng sieht in der kuratorischen Praxis einen zunehmenden Trend zum Verschwinden der Ausstellung. Für ihn stellt die räumliche Dimension oder auch der Dialog zwischen Architektur und Kunst, vor allem in der Praxis der Bespielung von nicht-institutionalisierten Räumen, eine Möglichkeit dar, dem "Flughafeneffekt" des "White Cube" zu entfliehen. Er stösst sich am: "Man wähnt sich nirgendwo, weil alles gleich aussieht." und sucht eine "Atmosphäre der Selbstverständlichkeit" um Kunstwerke in glaubwürdige Räume zu überführen. Das Sinnliche und Sinnstiftende bei der Präsentation von Kunst muss in seinen Augen wieder an Bedeutung gewinnen. Und doch sucht man es in seinem Vortrag über die Ausstellungen "Super Space" in Utrecht, 1999, "Schöner Wohnen" in Waregem, 2004/05 und den Architekturausstellungen mit Dominique Gonzalez-Foerster, 2004, Joëlle Tuerlinckx, 2006, oder Serodio Furtado Associados, 2006 am deSingel in Antwerpen, vergeblich.
Die Kunst degeneriert zu einem Aperçu des Alltags und wird zu einem Duchamp extrême: Das Urinoir wird vom Museum zurück ins Badezimmer überführt. Es dann auch an Wasser und Abwasser wieder anzuschliessen, diesen letzten Schritt, versagt Moritz Küng der Kunst. Ob die Irritation durch die Imitation des Lebens vom Betrachter wahrgenommen werden soll oder nicht, lässt Küng kokett offen.

Harm Lux besticht durch einen unvorbereiteten Vortrag, der einer Slapstickeinlage gleicht: Er fällt fast von der Bühne, als er begeistert Details der Ausstellung "lautloses Irren", Berlin 03/04, zeigen will, vergisst die Namen der beteiligten Künstler, beendet nur die Hälfte der Sätze, lässt sein Mikrophon fallen. Mit grossen Gesten will er vermitteln, wie er zu seinen Ausstellungen kommt. Der Zuschauer sitzt basserstaunt und lauscht und versucht in den wirren Worten Sinn zu lesen um herauszufinden, wie dieser Mann es schafft, wirklich gute Ausstellungen zusammenzustellen. Durch einen Ausschnitt aus dem Film "In the Middle of the Moment" von Cine Nomad will Harm Lux verdeutlichen, wo er seine Inspiration für seine kuratorische Arbeit bezieht und langsam lichtet sich der Nebel. Die 30 Minuten Gesprächszeit sind somit schnell erschöpft und noch bevor Harm Lux zu seinem eigentlichen (vorbereiteten) Vortrag kommt, versuchen Markus Landert und Dorothee Messmer im Gespräch Genaueres herauszufinden.

Der "Vollblutkurator mit künstlerischem Habitus" sieht sich als intuitiven Kurator, der als Spiegel der Gesellschaft eigene Empfindungen umsetzt. Es ist ihm unmöglich in Worte zu fassen, wie er durch Filme oder künstlerische Arbeiten angesprochen wird. In der Vorbereitung von Ausstellungen vermittelt er Künstlern ein Konzept, durch das sie zur Aktivität und zur Aneignung von Wissen gebracht werden. Dieses wird in Konferenzen mit den Künstlern und Ko-Kuratoren eingebracht, um für die Präsentationen evaluiert zu werden.

Harm Lux sagt, er müsse die künstlerische Sprache der Einzelnen respektieren und fügt im gleichen Atemzug mit an, dass er es ist, der dann alles zu einer Ausstellung zusammenbringen muss. An das Publikum denkt er nicht.

Madeleine Schüppli vom Kunstmuseum Thun sieht die Notwendigkeit eines neuen Konzepts für Kuration in der Reduktion auf Elementares. Die Kunst muss in ihren Augen der Ausgangspunkt sein für jeglichen Akt kuratorischer Praxis. Sie definiert drei Grundsätze für Kuratoren:

1. Am Anfang steht das Vertrauen in Künstler und Werk.
2. Die Exponate bedingen das Display.
3. Am Anfang und am Ende stehen Sorgfalt und Respekt.

Diese Grundsätze, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, wirken erstaunlich frisch und klar, auch wenn in der Dikussion über die vorgestellten Ausstellungen mit Pierre Bismuth im Kunstmuseum Thun, 2005, Maurizio Cattelan in der Kunsthalle Basel, 1999, "Choosing my Religion" im Kunstmuseum Thun, 2006, "Reanimation", ebenda,2003 und "Cadeaux Diplomatiques", ebenda, 2002, der Vorwurf aufkommt, was das Neue an dieser, doch eigentlich herkömmlichen Ausstellungspraxis ist. Schüppli leistet saubere kuratorische Arbeit in einem klassischen Museumskontext. Sie sieht die Notwendigkeit, dass zeitgenössische Ausstellungen in der Gegenwart verankert sein müssen, um die eigene Zeit repräsentieren zu können. Es ist Ausstellungsmachen im klassischen Sinn, versehen mit einem Update für zeitgenössische Bedürfnisse.

Dorothea Strauss, seit 2005 künstlerische Direktorin am haus konstruktiv in Zürich, bezeichnet "Neues Ausstellen" als Echoraum zwischen Kunstgeschichte und Gegenwart.
Das haus konstruktiv, eigentlich eine Stiftung, die der konkret konstruktiven Kunst verpflichtet ist, hat sich mit Dorothea Strauss eine Direktorin ausgewählt, die durch Ausflüge in die Gegenwartskunst den Hintergrund des traditionellen Verständnisses der konkret konstruktiven Kunst zur Diskussion stellen kann. Sie entwickelte einen Relaunch, der den historischen Impetus beibehalten soll, aber durch das Treffen von künstlerischen Haltungen, die Gegenwart zeigen kann, ohne die Identität der Institution zu verlieren.

Mit den Ausstellungen "Minimalist Kitsch" & "Visionäre Sammlung Vol.1", 2005/06 mit dem Künstler Erik Steinbrecher und "Ordnung und Verführung", 2006 führt Strauss vor, wie sie die Fragestellungen, die die Institution aus ihrer Geschichte mitbringt, lebendig halten will. Diese auch zu vermitteln ist ihr dabei ein Anliegen, ebenso wie der Diskurs über die Funktionalisierung von Kunst. Am Ende jedes Diskurses, jeder Ausstellung und jeder Vermittlung steht für Dorothea Strauss immer nur das Werk, denn die Begegnung mit Kunst ist und bleibt ein intimes Erlebnis.

Bereits während des Tages stellte sich dem Publikum immer wieder die Frage, was nun das Neue am "Neuen Ausstellen" sei. Endgültig geklärt werden, konnte dies allerdings nicht. Die sehr gut organisierte Tagung, deren kulinarische Pausen wohltuendes Verschnaufen ermöglichten, konnte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die vorgestellten Positionen nur mit Wasser kochen.

Erschreckend war die Tatsache zu sehen, dass Künstler und Werk mit grosser Selbstverständlichkeit als kuratorisches Material herhalten dürfen. Einzig Madeleine Schüppli und Dorothea Strauss fühlten sich verpflichtet, dieser Sichtweise etwas entgegenzuhalten, um das Werk aus den Fängen der Kuratoren zu entlassen. Fast möchte man meinen, hier kämpft männlicher Geltungsdrang verhinderter künstlerischer Positionen gegen fundierte Ausstellungspraxis weiblicher Kuratorinnen.
Das Wort Kurator, lat. curator ("Pfleger", "Vertreter" oder "Vormund"), gibt aus seiner Etymologie bereits diesen Zwiespalt vor.

Vielleicht sollten wir nicht vergessen, dass der Beruf des Kurators, als Abspaltung der traditionellen Museumspraxis, noch nicht so alt ist, und seine Entwicklung eigentlich noch in den Kinderschuhen steckt. Es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis sich ein Selbstverständnis etabliert hat, um Grabenkämpfe - mit Institutionen einerseits oder Künstlern andererseits - beilegen zu können und die Fragestellungen sich wieder der wichtigsten Grundlage unserer Arbeit zuwenden können: der Förderung der Kunst an sich.

27 October 2006

Anna B: Dragica Rajcic, East CH Poets Matter


Dragica Rajcic

geboren 1959 in Split (Kroatien), lebt seit 1978 in St. Gallen, jetzt in Zürich. Hier Gelegenheitsarbeiten als Putzfrau, Büglerin, Heimarbeiterin. Rückkehr nach Kroatien von 1988 bis 1991. Gründung der Zeitschrift ›Glas Kastela‹, journalistische Arbeit. Nach Kriegsausbruch Flucht mit den Kindern in die Schweiz. Lebt seither wieder in St. Gallen, wo sie als Redaktorin einer Migranten-Zeitschrift und soziokulturelle Animatorin arbeitet. Erhält u.a. 1994 den Münchner Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis.

Bücher: Halbgedichte einer Gastfrau (1986 und 1994); Lebendigkeit Ihre züruck, Gedichte (1992); Nur Gute kommt ins Himmel, Kurzprosa (1994) (alle eco-verlag); Post Bellum (2000), Gedichte (edition 8). Theaterstücke: Ein Stück Sauberkeit (1993); Auf Liebeseen (2000), Buch von Glück (2004).

rezept für bekommliches gedicht
biologisch unbedenklich

nehmen sie zuerst
halbes kilo
sonnenstrahl
schlagen sie von beiden seiten
bis
es nicht
regnet
von liebes kummer
erhitzen sie
gemüt mit
horor öil
niemand versteht mich
also
zwanzig Minuten
dichterisches gejammer
dempfen sie jetzt Feuer
ab
nonschalant
englisch coool
wenn sie
noch einen schwartzen hut haben
setzen sie dem auf
das jeder weiss
das Sie von gestern sind
essen sie langsam
kauen sie gut
niemand heut zu tag
nimmt lyrik als
hauptspeise

(aus "Post bellum" edition 8, 2000

26 October 2006

Max: Geschichtswerkstatt für den Alltag eines Ortes


"Was ist denn schon das Leben? Die Zukunft ist noch nicht da, und man kann nicht voraussehen, was sie bringen wird. Die Gegenwart ist nur ein Augenblick und die Vergangenheit eine lange Geschichte. Wer keine Geschichten erzählt und keine Geschichten hört, lebt nur für diesen Augenblick, und das ist nicht genug."(Isaac Bashevi Singer, Der Geschichtenerzähler).

Geschichten haben immer mit uns selber zu tun und wer genau auf die Geschichten hört, die ein Mensch erzählt, lernt ihn sehr schnell kennen. "Der Mensch ist das Tier, das Geschichten erzählt", schreibt Graham Swift in seinem Roman Waterworld. Unsere Fähigkeiten, auch ausserhalb des Jetzt in erlebten, erträumten und geahnten Geschichten zu schwelgen, legen eine Fährte zur Erkenntnis, dass Geschichte immer subjektiv und veränderbar bleiben wird. Geschichte ist ein Konglomerat aus Geschichten, das, ein wenig vereinfacht und geordnet, ein Kontinuum suggeriert, und auch wenn wir gerne geblendet sind von der Einfachheit von Fakten und Zahlen, Geschichte lebt mit den Menschen, die sie erleben.

zeitgarten.ch ist eine Kommunikations- und Sammelstelle für Geschichte und Geschichten der Ortschaft Pfyn und seiner Bewohner. Wir laden alle Bewohner und alle Menschen ein, die eine Geschichte, Fotos und Bilder, Erinnerungen, Gegenstände oder anderes mit der Ortschaft Pfyn verbinden, sich bei uns zu melden und ihr Wissen mit uns zu teilen.

Die Firma netz.werk, St Gallen, hat auf der Webseite (www.zeitgarten.ch/) einen Weblog eingerichtet, der zugleich Archiv des Projekts und lebendige Sammelstelle online ist. Der Weblog, der von zeitgarten.ch ständig betreut und aktualisiert wird, ist Spiegel der Sammelstelle im Städtli und auch eine weitere Möglichkeit, sich aktiv am Projekt zu beteiligen.

Öffnungszeiten: jeden Freitag 15 bis 19 Uhr oder nach Vereinbarung

18 October 2006

Intro: Blogger Steve Litsios

NT. (still from “Devoured by Demons”)  Steve Litsios 2006

Mark wrote: “Litsios is an artist from the western, French-speaking section of Switzerland, who will hopefully help contribute to a discussion between these areas, one long absent.”
This makes me feel the need to start the introduction of myself with the following comment:

Comme c'est un fait que j'habite en Suisse Romande, c'en est aussi un que ma participation aide ce blog à franchir symboliquement le Röstigraben. Ceci-dit et pour que ce soit clair: je ne suis pas particulièrement bien placé, ni qualifié pour tenir ici un rôle de correspondant local représentant la Romandie.

--It's a fact that I live in French-speaking Switzerland. However it should be clear to all that I am not well placed or qualified to be a correspondent representing the French-speaking Romands in any way.-- (A link for readers curious about Switzerland's different regions.)

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I am fascinated with the blogosphere for many reasons and have been using its "landscape" in my work, but being more of a watching from the corner than a dancing on the main floor type, my actual participation has been mostly nonexistent. However La Chaux-de-Fonds - where I live - is small, which does not mean without interest, but does mean small. And it's a fact that there are not that many groups of people on the web interested in constructive debate about the Swiss or other artworlds. Whether this is possible remains to be seen, these days critical discussion of art often seems politically incorrect, near impossible and mostly beside the point. Three good reasons to accept Mark's offer to participate in his blog; with hope that it disproves those thoughts and develops into something dynamic.

Currently I am working with elements found within my last large installation Demonstrating Water With Stones - more about me can be found on my website.


01 October 2006

Site-Einleitung auf Deutsch

Swiss Art Sharkforum (Das Haifischbecken für Schweizer Kunst)

Können Schweizer Künstler und Kunstszenemitglieder analytisch argumentierend wirklich über Kunst diskutieren? Wir glauben daran!

Wir möchten die Gründung eines neuen Ostschweizer online Kunstmagazins mit dem Titel "Swiss Art Sharkforum" bekanntgeben, das ein sogenanntes "blog-zine" oder "blog collective" ist. Eine Gruppe von Teilnehmern wird mehr oder weniger regelmässig Beiträge über Kunst und Kultur veröffentlichen. Der Schwerpunkt soll auf Schweizer Kunst, vor allem aus den Deutsch sprechenden Landesteilen liegen.

Das blog-zine wird organisiert und verwaltet von dem in der Ostschweiz lebenden Künstler, Kunsthistoriker und Kunstkritiker Mark Staff Brandl. Brandl schreibt seit vielen Jahren Beiträge für das Kunstmagazin Art in America, das als Druckmedium in New York verlegt wird. Er fungiert als Auslandskorrespondent für das, in den USA ansässige und von den Chicagoer Künstlern Wesley Kimler and David Roth gegründete blog-zine SHARKFORUM: Opinion With Teeth. Der Maler Kimler, bekannt für seine harschen Kritiken, ist eine recht kontroverse Figur in der Chicagoer Kunstwelt und er trägt seinen Spitznamen "the Shark" mit Stolz. In Interviews favorisiert er offen die Malerei und attackiert die Kunstwelt ob ihrer Hierarchiegläubigkeit. Er predigt die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit der Kunstschaffenden gegen eine Bewegung, die er als kuratorischen, neo-konzeptuellen Akademismus bezeichnet. Die zeitgenössische Chicagoer Kunstwelt kann sich, dank Kimlers Bemühungen, als neue zusammengewachsene Kunstszene präsentieren und so wurde er auch der Namensgeber des blog-zine. Angeregt durch den Erfolg dieses Internetforums, das einen aktiven kritischen Austausch (bis zu bösartigen Auseinandersetzungen) in der dortigen Szene generiert hat, entschied sich Brandl auf diesen in schneller Fahrt befindlichen Zug aufzuspringen und das blog-zine mit seinem Aufenthalts- und Heimatort, der Schweiz, zu verlinken. Diese neue Seite soll geprägt sein durch eine Diskussion über Kunst, die Kunstwelt und verwandte Gebiete aus dem Blickwinkel eines Insiders und Beobachters, eines US – Amerikaners, der in der Schweiz lebt. Das Swiss Art Sharkforum ist inspiriert durch, verlinkt mit und eine Metastase von www.sharkforum.org. (Das, übrigens, 11'000 bis 26'000 "hits" pro Tag bekommt!)

Brandl wird von einer Gruppe von bloggern unterstützt, die da sind: Matthias Kuhn, Alex Meszmer, Steve Litsios, Daniel F. Ammann und andere. Matthias Kuhn Künstler und Co-Präsident des Künstlerberufsverbandes Visarte.ost, ist bekannt für seine analytische Betrachtungsweise von Kunst. Alex Meszmer ist ein in der Schweiz lebender Deutscher Künstler, der seine Arbeit im Bereich Performance angesiedelt hat. Steve Litsios, ein Künstler aus der Romandie, wird hoffentlich dazu beitragen können, dass der lange nicht vorhandene Dialog über die Sprachgrenzen hinaus endlich stattfinden kann. Daniel F. Ammann ist Autor und Theoretiker und verbindet das Sharkforum mit der literarischen Welt. Da diese Teilnehmer in ihrer Muttersprache schreiben werden, wird das blog-zine in Englisch, Deutsch, Französisch und vielleicht sogar Schweizerdeutsch erscheinen. Ebenso werden andere Foren der Kunstdiskussion in der Schweiz und der Ostschweiz verlinkt, wieder publiziert oder gedruckte Versionen zur Diskussion freigegeben.

Diese Seite soll kein lauwarmer Aufguss braver Lobhudelei sein; es wird nicht nur simple Reportagen über Events geben. Diese Seite bemüht sich darum, authentische und kritische Analysen anzubieten, und den Austausch von Ansichten und Meinungen zu fördern. Die Absicht des Swiss Art Sharkforum ist es, auf die spannende Schweizer Kunstwelt aufmerksam zu machen und kritische, offene Diskussionen über Kunst und Kunstbelange zu initiieren, die in der Schweiz so gern umgangen werden. Mach mit!

Site Introduction in English

Swiss Art Sharkforum

Can Swiss artworld denizens actually discuss and analytically argue about art?
We think so.

We would like to announce the founding of a new, East-Swiss on-line art magazine. Titled "Swiss Art Sharkforum," it is, in fact, a so-called "blog-zine" or "blog collective," meaning a group of contributors will be semi-regularly posting their thoughts on art and culture, with an emphasis on Switzerland and an even stronger emphasis on the eastern, German-speaking part of the country.

The blog-zine is organized and edited by Mark Staff Brandl, who is an artist, art historian and critic based in eastern Switzerland. Besides writing for the eminent Art in America "hard copy" magazine coming from New York City, Brandl is the "foreign correspondent" for the blog-zine titled SHARKFORUM: Opinion With Teeth based in the US and created by Chicago artists Wesley Kimler and David Roth. Painter Kimler has long been nicknamed "the Shark" due to his fierceness in discussions. Kimler has been quite a controversial figure, known for giving very outspoken interviews in which he champions painting, attacks the artworld hierarchy and what he perceives as a curatorial, Neo-Conceptual academy, advocating independence and self-reliance on the part of creators. He is also renowned in the contemporary Chicago artworld for his work rallying for a new art scene. Thus, the blog-zine was named for him. Due to the success of that site in generating active critical exchange (even to the point of vicious argument), Brandl decided to attempt to tie into some of that energy and link it to his chief place of residence --- Switzerland. This new Swiss site will feature writing about art, the artworld and related entities from the perspective of both an insider and an outsider, being a dual-citizen US-foreigner living in Switzerland. Swiss Art Sharkforum is inspired by, linked to, and a sub-development of www.sharkforum.org.
(Where, by the way, we get between 11,000 and 26,000 hits per day.)

Additionally, Brandl will be joined by a group of other bloggers, such as Matthias Kuhn, Alex Meszmer, Steve Litsios, Daniel F. Ammann and any others. Kuhn is an artist and the co-president of the artists association Visarte.ost, well known for his analytical stance toward art. Mesmer is a German artist living in Switzerland with a performance-oriented artistic approach. Litsios is an artist from the western, French-speaking section of Switzerland, who will hopefully help contribute to a discussion between these areas, one long absent. Ammann is an author and theorist who will be the link to the literary world. These creators will be writing in their native tongues, hence this blog-magazine will be in English, German, French and maybe even Swissgerman. We will also be heavilly featuring links to, re-publications of, and discussions of other printed discussions of art in and from Switzerland, and most of all the "Ostschweiz."

This site will NOT be wishy-washy, it will not be a simple reportage on events; it will endeavour to offer authentic critical analysis and exchange, even to the point of dispute. The intention of Swiss Art Sharkforum is to draw attention to the exciting Swiss artworld, while stimulating open, critical discussion of art and art issues, something Switzerland sorely lacks. Join in!

Intro:
Blogger and Site Editor Mark Staff Brandl




My sticker says: Hi, I'm Mark. I'm the "foreign correspondent" for a Blog/Site SHARKFORUM: Opinion With Teeth based in the US and created by artists Wesley Kimler and David Roth. Due to the success of that site in generating active critical exchange (even to the point of viscious argument), I have decided to attempt to tie into some of that energy and link it to my chief place of residence --- eastern Switzerland. I'm going to be writing for this blog about art, the artworld and related entities from the perspective of both an insider and an outsider, being a dual-citizen US-foreigner living in Switzerland.

I am an artist, art critic (Art in America, a.o.), theorist, historian and doctoral candidate with a serious predisposition for impertinence. I call it a "questioning" outlook. Others often say I simply have a bad attitude. And yet, I'm also frequently accused of possessing a persistently good mood. I think these go together well. You decide for yourself.

I left in the US in the 80s, when it appeared that there was nothing more for me in hometown of Chicago's visual artworld. In one of my recurring, sporadic changes, I had abandoned my earlier Late Conceptual Art and began pursuing the painting-installation-popular art mongrelization that I still engage in. (Although all my "directions" have dealt with the same core content and subject matter.) As I decided to abandon the Windy City, a brand of art was beginning to be enforced --- an exceedingly trendy, art magazine-derivative Neo-Conceptualism (then still linked to Neo-Geo). That, together with all the other aspects of Chicago's recurring provincialism, and a dreadful, dissolving love relationship, made me think, "Why the hell, then, don't you just go directly to that worshiped Mecca --- i.e. NYC?" I started on my way, however, then met my future wife. She is Swiss, and after an unexpected further year in Chicago, and a later year in Tortola in the Caribbean, we headed off to Europe. I have now lived in one place or another in Europe for 17 years. Whenever I live for extended periods in the US, I never seem to make it out of NYC.

I find Europe in general and Switzerland in particular to be a fabulous place to live. The artworld itself in my chosen beautiful home in the eastern part of the country is, well, another story. One which will arise here often --- and perhaps thereby change awee bit.

I still speak with a fairly Chicago accent in English, unfortunately very "cleaned up" due to conducting my life chiefly in the German language (and several dialects), all of which I speak with a heavy anglophone accent, unfortunately. I seldom speak English, or when I do, not to native speakers. Except with my Londoner Cockney pal Jonathan, whereupon we indulge our full "street" tendencies.

When ex-gallerist Paul Klein he began his on-line discussions and his plan for a Chicago Art Museum I was intrigued. While participating in his list, my interest in Chicago's art travails returned, and fascinating discussions with Tony Fitzpatrick and Wesley Kimler and others began. And Wesley's were always THE most thought-provoking, even fierce. But never accommodating. Never ass-kissing. Tough but inspiring. I wound up contributing to his Sharkforum.org site. In the past year of its existance, Sharkforum in the US, together with a podcast site Bad At Sports and other blogs, have been active in creating a new, energetic and critical scene. Let's hope this works to some extent in Switzerland as well. Check back. I hope I bring some pertinent observations to this round table.


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The 3rd-person bio-blurb:
Mark Staff Brandl, an artist of the venticento was born mid-novecento near Chicago, where he lived for many years. He has lived primarily in Switzerland since 1988. He studied art, art history, literature and literary theory at the University of Illinois, Illinois State University, Col. P. University, and is currently working on a Ph.D. at the University of Zurich. Brandl is active internationally as an artist since 1980. His shows include galleries and museums in the US, Switzerland, Germany, Italy, Egypt, the Caribbean; specific cities include Paris, Moscow, Chicago, Los Angeles and New York. As a critic, he is a frequent contributor to London's The Art Book and is a Contributing Editor for New York's Art in America. He is also the curator of The Collapsible Kunsthalle. Works of his have been acquired by the Museum of Modern Art in New York, Victoria and Albert Museum in London, The Whitney Museum in New York, the Museum of Contemporary Art in Chicago, the St. Gallen Art Museum, The Thurgau Museum of Fine Art, The E.T.H. Graphic Collection in Zurich, The Museum of Contemporary Art in Los Angeles, the National Museum of Cartoon Art in New York, the Art Museum Olten and others.
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